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    20.02.2020

    Sieben Schuler-Pressen in fünf Jahren

    Die Qualität der Maschinen hat Hans-Martin Tekeser, Geschäftsführer von Alzner Automotive in Grafenau bei Stuttgart, voll überzeugt

    Die erste 400-Tonnen-Servopresse vom Typ MSD 400 lieferte Schuler im April 2014 an Alzner Automotive in Grafenau bei Stuttgart aus. Ein knappes Jahr später traf eine Bestellung über eine MSD 250 ein. Es folgte eine weitere MSD 400, dann eine MSD 630, und zwischendurch eine 500 Tonnen starke hydraulische HPX-Presse. Die zweite 630-Tonnen-Maschine kam im Juli vergangenen Jahres, und Ende 2019 die zweite HPX 500 – macht sage und schreibe sieben Schuler-Pressen in fünfeinhalb Jahren.

    Darüber hinaus rüstet Alzner Automotive die Pressen mit dem IIoT-Connector von Schuler aus. Dadurch ist der Betriebsstatus der Anlagen von überall und zu jeder Zeit abrufbar. Das Passwort-geschützte Portal „mySchuler“ informiert unter anderem auch über das laufende Werkzeug, die aktuelle Hubzahl, die Presskraft sowie die Schmier- und Kühlkreisläufe. Auf diese Weise lassen sich mögliche Abweichungen früh erkennen und schnell beheben. Die Anschaffung des kameragestützten Überwachungssystems von Schuler für Werkzeuge („Visual Die Protection“) prüft der Automobilzulieferer ebenfalls.

    „Wir haben uns damals gesucht und gefunden“, erinnert sich Geschäftsführer Hans-Martin Tekeser mit einem Schmunzeln an die Anfänge mit Schuler. „Seitdem hatten wir keine bemerkenswerten Probleme mit den Pressen, und das ist schon ein starkes Indiz dafür, dass Schuler eine hohe Qualität bietet. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis passt auch.“ Außerdem ist für ihn die Flexibilität im Service wichtig: „Wir können es uns nicht antun, dass eine Maschine drei oder vier Wochen steht, wie das etwa bei der Presse eines anderen Herstellers in unserem Maschinenpark der Fall war.“

    Das Unternehmen hat seit 2013 ein enormes Wachstum hingelegt, nicht zuletzt dank der Schuler-Anlagen: „Wir fahren auch heute immer noch am Anschlag und können nicht alles runterproduzieren“, erzählt Hans-Martin Tekeser – und das, obwohl Alzner Automotive zum Beispiel mit einem speziellen Werkzeug für die 630-Tonnen-Transferpresse die Stückzahlen verdoppeln konnte.

    Wandel zur Elektromobilität bringt Auftragsschub

    Hintergrund für das florierende Geschäft ist der Wandel hin zu Elektromobilität. Während andere Zulieferer deshalb um ihre Kunden bangen, spürt Alzner Automotive nichts von einer Beruhigung im Markt – im Gegenteil, das Unternehmen generiert einen Neuauftrag nach dem anderen: „Im Bereich Elektromobilität ist sehr viel hereingekommen, sowohl von unseren bestehenden Kunden als auch von neuen.“

    Seien es mechanische Komponenten für die Batteriezellen und Motoren oder sicherheitsrelevante Verstärkungsbleche: Die Vielfalt der möglichen Produkte ist hoch. „Die Kunden schauen immer stärker auf die Preise“, betont der Geschäftsführer. „Das bedeutet, dass die Teile – klack, klack, klack – hinten nur so aus der Presse fallen müssen. Wir beraten die Hersteller deshalb auch, wie man effizienter konstruieren könnte und zum Beispiel statt einem Rohr ein Blech als Ausgangsmaterial benutzt. Unsere räumliche Nähe und unser praxisorientierter Ansatz hilft uns dabei sehr.“

    Um die geforderte Stückzahl und Präzision zu bewältigen, investierte Hans-Martin Tekeser nicht nur in die Anstellung neuer Beschäftigter, sondern auch in Pressen, Digitalisierung und Automatisierung: „Allein mit Manpower kann man das nicht abdecken.“ Ein automatisches Hochregallager für Werkzeuge befindet sich derzeit in der Umsetzung.

    Hallenkapazität auf zwei Hektar verdoppelt

    In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Hallenkapazität bei Alzner Automotive auf zwei Hektar verdoppelt. Als es mit der jüngsten Erweiterung nicht auf Anhieb klappte, lagerte Schuler die erste 630-Tonnen-Presse kurzerhand für ein halbes Jahr ein, bis die Gemeinde Grafenau endlich grünes Licht gab. Im Herbst 2019 kamen nun noch einmal 7500 Quadratmeter dazu.

    Neben seiner Frau arbeitet mittlerweile auch die Tochter von Hans-Martin Tekeser voll im Betrieb mit, sein Sohn wird ebenfalls bald folgen. Der Vater war mit 21 aus Rumänien zum Maschinenbau-Studium nach Deutschland gekommen und sattelte später noch Betriebswirtschaftslehre drauf. Das Zupacken lernte der heute 54-Jährige im Alter von zehn Jahren im landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern, wo ihn die Mechanik der Traktoren von Anfang an faszinierte.

    Dass er seiner Heimatstadt Alzen in Siebenbürgen immer noch sehr verbunden ist, kommt nicht nur im Namen seines Unternehmens zum Ausdruck. Der Geschäftsführer von Alzner Automotive unterstützt dort auch Kultur und Sport finanziell. Besonders die typischen Kirchenburgen, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden, haben es Hans-Martin Tekeser angetan: Mit Hilfe seiner Spenden konnten viele der jahrhundertealten Bauwerke vor dem Verfall gerettet werden.


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