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    04.12.2019

    Schuler-Konzern liefert vier Münzprägepressen

    Staatliche Münzen Baden-Württemberg erneuern Maschinenpark

    Teilweise schon über 25 Jahre im Einsatz sind die Prägepressen der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg. Zeit für eine Erneuerung des Maschinenparks, dachte sich Deutschlands größtes Münzprägeunternehmen, das nun insgesamt vier neue Anlagen aus dem Schuler-Konzern bestellt hat. Drei davon gehen an den Standort Stuttgart, eine weitere nach Karlsruhe.

    Auf den Maschinen entsteht Umlaufgeld von 1- und 2-Cent-Stücken bis hin zu zwei Euro. Die 150 Tonnen starken horizontalen Münzprägepressen der Modellreihe MRH, die in der Landeshauptstadt zum Einsatz kommen, erreichen dabei Ausbringungsleistungen von bis zu 850 Münzen pro Minute. Schuler ist weltweit einziger Anbieter dieses Systems.

    Darüber hinaus hat der Schuler Service einen Auftrag zur Modernisierung einer Presse vom Typ MRV 150 Ringmaster erhalten. Die Maschine, die ebenfalls in Stuttgart läuft, ist ein echter Alleskönner: Sie lässt sich sowohl zum Prägen einsetzen als auch zum Fügen von Bi-Metall-Münzen oder zum Lochen der Rohlinge. Außerdem kann die Presse Ring und Kern von gebrauchten Bi-Metall-Münzen voneinander trennen.

    Die Staatlichen Münzen Baden-Württemberg produzieren mit ihren 80 Beschäftigten rund 40 Prozent der deutschen Euro-Münzen. Der Standort Stuttgart blickt auf eine fast 650-jährige Geschichte zurück und wurde 1998 mit der 1827 gegründeten Münzstätte Karlsruhe zusammengelegt. Beide unterstehen dem baden-württembergischen Finanzministerium und prägen im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen die Münzen, die wiederum die Deutschen Bundesbank in den Verkehr bringt. Das Umlaufgeld aus Stuttgart und Karlsruhe lässt sich anhand des Prägebuchstabens F und G erkennen.


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