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    05.03.2015

    Deutliche Zuwächse in Asien

    Auftragsplus 2014 von 3 Prozent - Betriebsergebnis auf 104 Millionen Euro gesteigert - Umsatzwachstum für 2015

    Der Pressenhersteller Schuler hat im Geschäftsjahr 2014 beim Auftragseingang ein Wachstum verbucht. Die Neubestellungen legten um 2,6 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro zu. „Deutliche Zuwächse erzielten wir in Asien, darunter einer der größten Aufträge in unserer 175-jährigen Firmengeschichte. Wir verzeichneten ferner wichtige Bestellungen in neuen Marktsegmenten wie etwa für Anlagen zur Herstellung von Großrohren“, sagte Schuler-CEO Stefan Klebert bei der Bilanzvorlage in Stuttgart. Gemessen am Gesamtauftragseingang war der asiatische Markt mit einem Anteil von 34,1 Prozent der zweitgrößte Absatzmarkt nach Europa mit 45,9 Prozent.

    Für das laufende Jahr zeigt sich Schuler zuversichtlich. Aufgrund eines Auftragsbestands von über einer Milliarde Euro und weltweit guten Projektaktivitäten rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Umsatzsteigerung. „Auch die konsequente Weiterführung unseres Strategieprogramms ‚ZusammenWachsen 2.0‘ zur Effizienzsteigerung und Optimierung der Kostenstruktur trägt dazu bei, dass wir uns gut gerüstet sehen“, so Klebert weiter. Zum Bilanzstichtag beschäftigte Schuler 5.423 Mitarbeiter. Im Rückgang von 2,8 Prozent spiegelt sich die Straffung in Produktion und Verwaltung vor allem in Deutschland wider.

    Profitabilität gesteigert – Nettofinanzstatus verdoppelt

    Schuler hat im vergangenen Geschäftsjahr 2014 bei stabilem Umsatz von 1,18 Milliarden Euro ein Ergebnisplus verbucht. Der Betriebsgewinn (Ebita) stieg um 3,0 Prozent auf 104,1 Millionen Euro, die Ebita-Marge auf 8,8 Prozent. Damit übertrafen die Göppinger die ursprüngliche Prognose (1,1 Milliarden Euro und Ebita-Marge von 6 bis 7 Prozent) deutlich, die im Jahresverlauf aufgrund guten Geschäftsverlaufs und positiver Einmaleffekte durch das weitgehend umgesetzte Effizienzsteigerungsprogramm nach oben korrigiert wurde. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 5,2 Millionen auf 66,9 Millionen Euro.

    Der Nettofinanzstatus (liquide Mittel abzüglich Finanzschulden) verbesserte sich von 202,2 auf 403,9 Millionen Euro. Das Eigenkapital erhöhte sich von 302,0 auf 322,0 Millionen Euro bei einer Eigenkapitalquote von 28,6 Prozent. „Sie bewegt sich an der 30%-Schwelle. Dies ist unser Ziel, um Schuler eine langfristig solide finanzielle Basis zu geben“, erklärte Finanzvorstand Norbert Broger. Entsprechend der Dividendenpolitik, die Gewinne für Investitionen im Unternehmen zu belassen, soll die Dividendenausschüttung wie im Vorjahr 3,3 Millionen Euro beziehungsweise 0,11 Cent pro Aktie betragen.

    Größtes Investitionsprogramm seit Jahren

    Im Rahmen eines insgesamt 90 Millionen Euro umfassenden Investitionsprogrammes hat Schuler 2014 rund sechs Millionen in ein neues Großbohrwerk am Standort Erfurt investiert. In Göppingen baut Schuler ein Technologie- und Entwicklungszentrum. Mit über 40 Millionen Euro ist es die größte Einzelinvestition des Konzerns. Der Neubau mit 750 modernen Arbeitsplätzen soll 2017 bezogen werden. Ebenfalls in Göppingen entsteht ein Forschungs- und Trainingszentrum für Formhärten, ein Leichtbauverfahren in der Automobilfertigung. In Tianjin, 150 Kilometer südöstlich von Peking, errichtet Schuler für zehn Millionen Euro ein Vorführzentrum, „da wir in China ein wachsendes Interesse an Pressen mit moderner ServoDirekt-Technologie verzeichnen“, so Klebert. Es wird eines von acht Kundenzentren, die Schuler weltweit betreibt.

    Schuler will mittleres Preissegment erobern

    China spielt eine zentrale Rolle in der Unternehmensstrategie, ein Drittel der Erlöse stammen von dort. Schuler will in Asien das mittlere Preissegment noch besser ansprechen, „dort sehen wir großes Wachstumspotential“, so Klebert. Im Herbst 2014 stellte Schuler einen Stanzautomaten (MSC-2000) für dieses Segment vor und startete kürzlich ein Projekt zum Bau einer 800-Tonnen Servopresse für den lokalen Markt in China.

    Daneben sind Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei Schuler Topthemen für die Produktentwicklung. Alle im vergangenen Jahr vorgestellten neuen Maschinen weisen im Vergleich zum Vorgängermodell einen um 20 bis 60 Prozent geringeren Energiebedarf auf. So spart eine Servopressenlinie neuster Bauart gegenüber der ersten Generation rund 50 Prozent Strom ein, was aufs Jahr gerechnet dem Verbrauch von rund 750 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Für die „zukunftsweisenden Pressenlinien mit besonderer Flexibilität und Präzision“ zeichnete die Daimler AG jüngst Schuler mit dem Supplier Award in der Kategorie Innovation aus.


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