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    14.08.2014

    Standby-Betrieb für Pressen

    Mit der Technologie „Efficient Hydraulic Forming“ (EHF) senkt Schuler den Energieverbrauch von hydraulischen Anlagen um bis zu 60 Prozent

    Bis zu 60 Prozent Energie im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen spart ein Antrieb ein, den Schuler jetzt für hydraulische Pressen entwickelt hat. „Efficient Hydraulic Forming“ (EHF) nennt sich die neu entwickelte Technologie, die eine Energieeinsparung und Optimierung in allen Betriebsphasen bietet – und dies ganz automatisch, ohne dass ein Eingreifen des Bedieners nötig wäre. Sie ist modular aufgebaut und auch für bestehende Anlagen nachrüstbar.

    Die Standby-Funktion der Technologie sorgt dafür, dass sich die nicht benötigten Hauptantriebe automatisch abschalten, sobald beim Umformprozess keine Energie benötigt wird. „Dafür haben wir ein patentiertes Anlaufsystem entwickelt, mit dem wir die übliche Anlaufcharakteristik von Antrieben umgehen, und so selbst kürzeste Pausen ohne Zeitverlust nutzen können“, erklärt Geschäftsführer Dr. Martin Habert. Dadurch verringert sich nicht nur der Energiebedarf, sondern auch die Geräuschbelastung.

    Diese beiden Vorteile bietet auch die Drehzahlregelung der Nebenantriebe. Je nach Zustand der Anlage erfolgt die Versorgung der Nebenfunktionen azyklisch; üblicherweise laufen die Aggregate aber mit konstanter Drehzahl. Das Resultat: häufiger Leerlauf sowie eine unnötige Energiebelastung. Bei EHF setzt Schuler nun einen intelligenten drehzahlgeregelten Antrieb ein, der die Nebenfunktionen genau dann mit Energie versorgt, wenn sie auch benötigt wird. So werden die Leerlaufverluste effektiv minimiert.

    Geringere Kühlleistung erforderlich

    Dank der Wirkungsgrad-optimierten, modularen Hydraulik und der Energierückspeisung erfordert die EHF-Technologie darüber hinaus eine geringere Kühlleistung. Die Regelventile im Hauptkreis wurden eliminiert und deren Funktion von Servopumpen übernommen. Die Anzahl der Komponenten in den Hauptkreisen hat Schuler unter Berücksichtigung der Sicherheitsbestimmungen auf ein Minimum reduziert.

    Die im System gespeicherte Energie bleibt nicht ungenutzt, sondern wird dem Produktionsprozess wieder zugeführt: Die Lageenergie des Stößels im Eilsenken sowie die in der Ölkompression gespeicherte Energie beim Entlasten wird rückgespeist, indem das abfließende Öl Aggregate antreibt, die mit Hilfe der Elektromotoren Strom generieren.

    Erste Anlage mit EHF in der Schweiz

    Die größte Schmiedepresse in der Schweiz, die seit knapp einem Jahr bei Imbach & Cie. in Nebikon in Betrieb ist, verfügt bereits über die EHF-Technologie. Die Schuler-Anlage mit einer Presskraft von 3.000 Tonnen kann Werkstücke von bis zu vier Tonnen Gewicht, 2,50 Meter Höhe oder 1,40 Meter Durchmesser hocheffizient zu Wellen, Ringrohlingen, Scheiben und anderen Bauteilen formen – und das mit bis zu 40 Hüben pro Minute. Während sich die Presskraft und damit auch die Ausbringungsleistung im Vergleich zur bisherigen Anlage vervielfachten, blieb dabei der Stromverbrauch dank EHF in etwa gleich hoch.


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