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    07.04.2014

    140-Meganewton-Presse erfolgreich an russischen Kunden übergeben

    Die größte hydraulische Schmiedepresse von Schuler wird in Russland aus runden Rohlingen und Blechmaterial Schmiedeteile von 0,6 bis 20 Tonnen schmieden. Eine Spezialität ist das Schmieden großer Halbschalen für Armaturengehäuse in Öl- und Gaspipelines

    Die Ausmaße sind beeindruckend: Mit einer Presskraft von 140 Meganewton und einer Höhe von 22 Meter über Flur hat Schuler die größte Schmiedepresse in seiner Geschichte in Betrieb übergeben. Die Anlage wurde an die russische Firmengruppe Oil and Gas Systems für ein neues Werk unweit der Stadt Aleksin geliefert, die in der Region Tula liegt. Rund 150 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und den Partnerfirmen bestaunten bei der feierlichen Werkseröffnung Anfang Februar die ersten Ventilgehäuse mit einem Durchmesser von 2,50 Metern, die auf der Großpresse geschmiedet wurden.

    Mit einem Gesamtgewicht von 4.500 Tonnen stellt die Presse die zentrale Anlage der Fertigungslinie des Werkes dar. Unter anderem werden dort Bauteile für Öl- und Gaspipelines hergestellt – wie zum Beispiel Ventilgehäuse. Neben der Größe beeindruckt vor allem die Flexibilität der Presse: Das Werkstückspektrum reicht von in drei Stufen automatisch geschmiedeten Ringen über Freiformschmiedeteile und geschmiedeten Rohrabschnitten, Rohrbögen und T-Stücken bis hin zu Fließpressteilen.

    Die Rohlinge für die Schmiedepresse, die aus den verschiedensten Metallen und Legierungen bestehen und eine Blechdicke von 10 bis 160 mm aufweisen können, müssen dabei für den dreistufigen Umformprozess nur noch einmal erhitzt werden. Das spart Energiekosten, erhöht die Produktionssicherheit und verlängert die Standzeiten. Zusätzlich zum Gesenkschmieden kann die Anlage auch zum Freiformschmieden eingesetzt werden. Die Öfen zum Erhitzen der Bauteile hat die Firma ANDRITZ Maerz geliefert, die wie Schuler zur österreichischen ANDRITZ-Gruppe gehört.

    Nicht einmal anderthalb Jahre dauerte es vom Auftragseingang bis zu dem Zeitpunkt, als die vielen Einzelkomponenten der insgesamt 4.000 Tonnen schweren Schmiedepresse das Schuler-Werk in Waghäusel verließen. In mehreren Einzelteilen mit einem Gewicht von bis zu 275 Tonnen und auf mehrere Schwertransporte verteilt ging die Anlage dann auf die lange Reise nach Russland – den Großteil der Presse auf dem Wasserweg – bevor sie schließlich im Frühjahr 2014 die neue Produktion im Werk Sukhodol Schwermaschinenbau („Spetstyazhmash“) aufnahm.


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