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    11.11.2019

    Schuler-Linie schneidet Bleche für Lastwagen

    Hochmoderne Längs- und Querteilanlage mit neuer Steuerung und innovativem Stapler läuft seit fast einem Jahr

    Bei einem Lkw-Hersteller entstehen die Bleche für Fahrerhäuser seit knapp einem Jahr auf einer Linie von Schuler. Die hochmoderne Längs- und Querteilanlage schneidet aus Coils Platinen. Die Schnittlinie verfügt nicht nur als eine der ersten Anlagen von Schuler über die neue einheitliche Visualisierung, sondern auch über ein innovatives Konzept zum Abstapeln der Platinen.

    Der sogenannte Multipiling-Stapler ermöglicht es dem Betreiber, auf ein und demselben Ladungsträger unterschiedliche Platinen neben- und hintereinander unterzubringen. Bis zu 16 Arten von Zuschnitten lassen sich auf diese Weise mit einem Hubwagen transportieren – ein enormer Gewinn an Produktivität und Flexibilität.

    Darüber hinaus zeichnet sich die Platinenschneidanlage durch einen hohen Grad an digitalisierten und vernetzten Komponenten aus. Das beginnt schon mit den Coils, die aus der über 30 Meter entfernten Nebenhalle auf dem Schienenweg zur Abwickelhaspel gelangen: Auf dem Blechband befindet sich ein Barcode mit Informationen vom Hersteller. Die Schuler-Anlage gleicht sie automatisch mit den im System hinterlegten Daten ab und stellt per Plausibilitäts-Check sicher, dass es sich auch um das richtige Material handelt.

    Ist eine besonders hohe Kantengüte gefragt, kann die Besäumschere zu Beginn der Linie den linken und rechten Rand des Blechbands entfernen. Dadurch reduziert sich auch die Coil-Vielfalt. Ein optischer Sensor sorgt dafür, dass das Band einen möglichst mittigen Verlauf hat, damit die Anlage die nötige Präzision garantieren kann. Im nächsten Schritt können die Kreismesser der Längsteil-Schere zwei bis vier Streifen unterschiedlicher Breite daraus schneiden, falls kleinere Teile gefragt sind. Die korrekte Einstellung der Messer kann der Bediener zuvor mit Hilfe eines codierten Magnetstreifens auf der Träger-Welle kontrollieren.

    Die darauf folgende Querteil-Schere verfügt über zwei unterschiedliche Messersätze und trennt die Platinen vom Band. Dadurch sind mit einem Schnitt bis zu vier Platinen herstellbar. Für den oberen Querträger der Windschutzscheibe zum Beispiel ist auch ein bogenförmiger Schnitt möglich. Sowohl die Längsteil- als auch die Querteil-Schere lässt sich im laufenden Betrieb vorrüsten, damit es zu keinem unnötigen Stillstand kommt.

    Vier Magnetförderbänder vereinzeln die Platinen, bevor sie schließlich abgestapelt werden. Die Produktionsbedingungen zeichnet die Anlage dabei von Anfang bis Ende kontinuierlich auf und speichert sie – zusammen mit den Informationen aus dem Walzwerk – in einem Barcode auf dem Platinenstapel. Auf diese Weise kann der Hersteller jederzeit nachweisen, dass er die Platine unter optimalen Voraussetzungen produziert hat.

    Im Mai 2017 war die Bestellung über die Platinenschneidanlage eingegangen, im November 2018 startete die Produktion.


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