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    23.09.2019

    Schuler-Presse formt Teile für italienischen Sportwagen

    Für die schnellere Belieferung seiner Kunden aus der Automobilindustrie setzt der süditalienische Zulieferer Lasim auf die TwinServo-Technologie

    In Rekordzeit die Bedürfnisse von Automobilherstellern erfüllen: Das ist das Motto von Lasim S.p.A. mit Sitz im süditalienischen Lecce. Dort formen Transfer-Anlagen mit einer Presskraft von 800, 1.600 und 2.000 Tonnen täglich bis zu 324.000 Teile kleiner und mittlerer Größe. Zum ersten Mal hat Lasim nun eine Presse bei Schuler bestellt: eine 2.000 Tonnen starke Maschine mit TwinServo-Technologie.

    „Wir haben uns für Schuler aufgrund der Technologie und Qualität der Pressen entschieden“, sagt Lasim-Geschäftsführer Giampiero Fedele. „Im Vorfeld haben wir die Ausbringleistung und Performance der Anlage genau analysiert, Schuler bietet hier klare Vorteile gegenüber dem Wettbewerb. Auch die kurze Liefer- und Inbetriebnahmezeit sprach für die Investition.“

    Getrennte Antriebe im Pressentisch

    Bei TwinServo-Anlagen von Schuler arbeiten zwei voneinander getrennte und lediglich elektronisch synchronisierte Torquemotoren im Pressentisch. Dadurch bauen die Maschinen nicht nur wesentlich niedriger, auch die Auffederung verringert sich um 30 Prozent, während sich sowohl der Schallschutz als auch die Energie-Effizienz verbessern. Die beiden dezentralen Antriebe sind so angeordnet, dass Ziehkissen und Schrottschächte ausreichend Platz finden.

    Neben zwei Produktionsstandorten in Lecce, von denen Lasim einen 1992 von Fiat übernommen hatte, gibt es auch Entwicklungszentrum in der italienischen Automobil-Hauptstadt Turin. Aus dem Norden des Landes stammt auch Geschäftsführer Giampiero Fedele, der 1980 in den südöstlichsten Zipfel nach Apulien gezogen war, um als 25-Jähriger in die Firma einzusteigen. Sie war acht Jahre zuvor gegründet worden und erzielt heute mit rund 350 Menschen einen Umsatz von 85 Millionen Euro im Jahr.

    Transfer mit aktiver Schwingungsdämpfung

    Die Presse für Lasim bietet eine Werkzeug-Aufspannfläche von 6,25 auf 2,50 Metern und ist mit einem Transfer automatisiert, der dank seiner aktiven Schwingungsdämpfung einen sicheren Transport der produzierten Teile gewährleistet. Zu ihnen gehören Halterungen für Kotflügel, Airbag oder Armaturenbrett sowie Querstreben und -träger, die zum Teil auf 18 miteinander vernetzten Roboter-Inseln verschweißt werden.

    Außer den drei Transferpressen verfügt der Maschinenpark von Lasim auch über sieben weitere Einzelpressen sowie zwei Pressenlinien.  Doch spätestens als vor wenigen Monaten der Auftrag eines italienischen Herstellers von Sportwagen ins Haus flatterte, ein 60-teiliges Fahrgestell aus Aluminium zu fertigen, war klar: eine weitere Transferpresse musste her. Geschäftsführer Giampiero Fedele ging auf Nummer sicher und entschied sich in Hinsicht auf die Produktionsgeschwindigkeit sozusagen für den Sportwagen unter den Pressen – die TwinServo-Maschine von Schuler.


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