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    18.07.2019

    thyssenkrupp bestellt Farina-Schmiedepresse

    Auf einer der weltweit größten mechanischen Anlagen entstehen künftig am Standort Homburg Lkw-Vorderachsen und Kurbelwellen

    16.000 Tonnen geballte Presskraft, 1.700 Tonnen Gewicht und eine Höhe von zehn Meter: Die Farina-Schmiedepresse, die thyssenkrupp Gerlach im April 2019 bei Schuler in Auftrag gegeben hat, ist eine der weltweit größten mechanischen Anlagen ihrer Art. Die Maschine vom Typ GLF 16000 wird am Standort Homburg ab 2021 Lkw-Vorderachsen und Kurbelwellen formen.

    Schuler hatte den italienischen Pressenhersteller Farina 2018 übernommen. Es handelt sich um den führenden europäischen Anbieter von Schmiedelinien im mittleren Preissegment. thyssenkrupp war mit einer 4.000-Tonnen-Schmiedepresse, die Farina 2006 geliefert hatte, so zufrieden, dass sich das Unternehmen erneut für die GLF-Baureihe entschied – dieses Mal allerdings für ein viermal so starkes Modell. Schuler wird die Großpresse an seinem Standort Erfurt fertigen.

    360.000 Komponenten jährlich

    „Die Hauptpresse der neuen Schmiedelinie ist die erste Exzenterpresse, die weltweit in dieser Größenordnung, Leistungskraft und mit dieser Umsetzungsgeschwindigkeit in Betrieb geht“, sagt Dr. Franz Eckl, Geschäftsführer des Schmiedewerks in Homburg. „Mit diesem Aggregat können wir jährlich rund 360.000 Schmiedekomponenten herstellen.“

    thyssenkrupp fertigt seit 1947 geschmiedete Komponenten am Standort Homburg. Mit derzeit rund 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört das Werk zu den größten Arbeitgebern in der Region. Baustart für die weltweit modernste Schmiedelinie ist Anfang 2020. Die neue Produktionsstätte wird auf insgesamt rund 12.000 Quadratmeter Fläche innerhalb des bestehenden Werkareals errichtet. Die Fertigstellung und der Beginn der Serienlieferung sind für Anfang 2021 geplant.

    Fahrwerkskomponenten unabhängig vom Antrieb

    Das Werk ist seit Jahren einer der leistungsstärksten Produktionsstandorte im globalen Werksverbund des Schmiedegeschäfts von thyssenkrupp. Der Standort ist Marktführer für geschmiedete Kurbelwellen und beliefert weltweit Kunden aus der Automobilindustrie. Mit der Fertigung von Vorderachsen für Nutzfahrzeuge erschließt sich das Unternehmen ein neues Produkt- und Kundensegment. Diese Fahrwerkskomponenten sind antriebsunabhängig und werden auch bei einer stärkeren Durchdringung der Elektromobilität im Transportverkehr weiterhin benötigt.

    Die Geschäftseinheit „Forged Technologies“ von thyssenkrupp ist heute eines der größten Schmiedeunternehmen der Welt mit einem Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro. Das Produktportfolio umfasst geschmiedete und bearbeitete Komponenten und Systeme für die Automobil- und Baumaschinenindustrie sowie für den allgemeinen Maschinenbau. Im Schmiedegeschäft beschäftigt thyssenkrupp derzeit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


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