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    19.10.2018

    Qualität, Zuverlässigkeit und Genauigkeit

    Eine neue hydraulische 2.500-Tonnen-Einarbeitungspresse verkörpert die Unternehmenswerte von Werkzeugbauer Riemann in idealer Weise

    Seit nunmehr drei Jahrzehnten produziert die Riemann GmbH in Georgsmarienhütte Serien- und Prototypenwerkzeuge für nahezu alle europäischen Automobilhersteller. Mit einer 150- und einer 400-Tonnen-Presse von Fritz Müller – einem Hersteller, der später in Müller Weingarten und dann in Schuler aufging – war jedoch die Zeit gekommen, den Maschinenpark zu erneuern. Seit vergangenem Jahr arbeitet Riemann nun seine Werkzeuge auf einer topmodernen hydraulischen Anlage von Schuler ein.

    „Riemann ist ein Familienunternehmen aus dem Osnabrücker Land, das für Qualität, Zuverlässigkeit und Genauigkeit steht“, sagt Gründer Klaus Riemann, dessen Söhne Michael und Peter mittlerweile ebenfalls in den Betrieb eingestiegen sind. „Und diese Werte spiegelt auch unsere Neuinvestition wieder.“

    Auf der 2.500 Tonnen starken Tryout- und Prototyping-Presse mit einer Tischfläche von fünf auf 2,80 Meter lassen sich Prozesse und Verfahren umsetzen, wie sie heute in der Serienproduktion bei nahezu allen großen Automobilherstellern auf modernen Servo-Pressenlinien zum Einsatz kommen.

    Hohe Umformgeschwindigkeiten bei reduzierter Anschlussleistung

    Dank der angepassten dynamischen Stufenschaltung bietet die Maschine in der Modellvariante „Speed“ eine sehr hohe Umformgeschwindigkeit bei reduzierter Anschlussleistung an – ein besonderer Vorteil bei der Einarbeitung von Ziehwerkzeugen speziell für mechanische Servo-Pressen, da diese meist mit hohen Hubzahlen und somit sehr hohen Umformgeschwindigkeiten laufen. Um möglichst unverfälscht das Verhalten der Ziehstufe einer Servo-Pressenlinie nachzubilden, rüstete Schuler die Presse mit einem 600 Tonnen starken Acht-Punkt-Tischkissen aus, das auf die erhöhten statischen und dynamischen Anforderungen optimiert wurde.

    Für die Folgeoperationen von Werkzeugsätzen sowie die Einarbeitung von Stufen- oder Transferwerkzeugen verfügt die Maschine über ein 300 Tonnen starkes Stößelkissen sowie eine mechanische Hubbegrenzung in Kombination mit einer hydraulischen Schnittschlagdämpfung. Große seitliche Ständerdurchgänge ermöglichen darüber hinaus die Zuführung von Streifen- oder Bandmaterial zum Werkzeug. All dies führt letztlich dazu, dass sich die abschließende Einarbeitungszeit auf den Produktionspressen deutlich reduziert.

    „Wir konstruieren, planen und fertigen hier Folgeverbund- und Stufenwerkzeugsätze sowie Einzelwerkzeuge zum Ziehen, Beschneiden, Abkanten und Nachschlagen“, erklärt Diplom-Ingenieur Michael Riemann: „Für das Einarbeiten der Werkzeuge und das Abpressen von Kleinstückzahlen sowie die Fertigung von Kleinserien eröffnet uns die Schuler-Presse völlig neue Möglichkeiten.“ „Und das bei einer konstant hohen Verfügbarkeit und Präzision“, ergänzt Maschinenbautechniker Peter Riemann, der zusammen mit seinem Bruder die Projektleitung verantwortet.

    „Efficient Hydraulic Forming“ spart nachhaltig Energie

    Um den zukünftigen Anforderungen hinsichtlich Energieeffizienz gerecht zu werden, ist die Anlage mit der Technologie „Efficient Hydraulic Forming“ (EHF) ausgerüstet, die den Energiebedarf in allen Betriebsphasen automatisch senkt. Die Standby-Funktion schaltet die nicht benötigten Hauptantriebe ab, sobald der Umformprozess keine Energie mehr benötigt. Das patentierte Anlaufsystem nutzt so selbst kürzeste Pausen ohne nennenswerte Zeitverluste. Intelligente drehzahlgeregelte Antriebe versorgen die Nebenfunktionen genau dann mit Energie, wenn diese auch benötigt wird. So werden die Leerlaufverluste effektiv minimiert. Abhängig von der Verwendung der Presse lassen sich mittels EHF leicht fünfstellige Euro-Beträge im Jahr an Energiekosten einsparen.

    Leerlauf ist auch für das Unternehmen Riemann ein Fremdwort: Schon zwei Jahre, nachdem Geschäftsführer Klaus Riemann 1988 im nordrhein-westfälischen Lienen den Grundstein gelegt hatte, war der Standort zu klein geworden. Es folgte zunächst ein Firmenumzug ins benachbarte Lengerich und im Jahr 2000 – das Wachstum hatte ununterbrochen angehalten – ein weiterer Wechsel: dieses Mal über die Ländergrenze, wenige Kilometer weiter nach Niedersachsen.

    Seitdem befindet sich der Firmensitz in Georgsmarienhütte, doch spätestens mit der Neuanschaffung im vergangenen Jahr wurden die Räumlichkeiten wieder knapp – und so baute Riemann eine weitere Produktionshalle, in der auch die neue Tryout-Presse untergebracht ist. „Und mit dieser Investition sind wir für die Zukunft nun in jeder Hinsicht hervorragend aufgestellt“, ist Klaus Riemann überzeugt.


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