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09.06.2017

Turbo für die Massivumformung

Die neuentwickelte Servo-Schmiedepresse MSE 2000, die Schuler zur Fachmesse EMO vorstellt, steigert die Produktivität deutlich

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Mit der neu entwickelten MSE 2000 lassen sich in derselben Zeit deutlich mehr Teile produzieren als mit herkömmlichen Schmiedepressen.

Vollgas in der Umformung, Bremsen beim Sprühen und Transportieren der Teile: Das richtige Timing ist beim Schmieden alles. Um die Belastung für das Gesenk niedrig zu halten, sollte die Druckberührzeit so kurz wie möglich ausfallen, ohne auf Kosten des Sprüh- und Transportfensters zu gehen. Genau das bietet die Servo-Schmiedepresse MSE 2000, die Schuler zur Messe EMO vom 18. bis 23. September in Hannover (Halle 15, Stand E29) als 3D-Modell präsentiert.

„Mit unserer neu entwickelten MSE 2000 lassen sich damit in derselben Zeit deutlich mehr Teile produzieren als mit herkömmlichen Schmiedepressen“, erklärt Johannes Linden, Leiter der Division Industry von Schuler am Standort Weingarten. „Gleichzeitig verlängert sich die Lebensdauer des Gesenks signifikant, während sich der Energiebedarf der gesamten Maschine reduziert.“

Möglich machen das vier hochdynamische Servomotoren im Kopfstück der 2.000 Tonnen starken Schmiedepresse. Dank ihnen lässt sich die Geschwindigkeit, mit der sich das Gesenk dem Werkstück nähert und sich wieder von ihm entfernt, exakt regeln: langsamer während des Teile-Transports, schneller während der Umformung. Das war bei konventionellen mechanischen Pressen bislang nicht möglich, weshalb die Länge des Gesamtprozesses vom langsamsten Teilprozess bestimmt wurde. Mit der ServoDirekt Technologie gehört dieses Problem der Vergangenheit an, und die Produktivität schnellt in die Höhe.

Auch die Tischauswerfer der MSE 2000 verfügen über einen eigenständigen Servo-Motor und sind nicht mehr wie bei bisherigen Pressen mechanisch mit dem Hauptantrieb gekoppelt. Das erhöht die Flexibilität für den Teile-Transport und beschleunigt den Produktionsprozess zusätzlich. Durch die Umstellung von einer Längs- auf einer Querwellen-Konstruktion im Kopfstück verbessert sich nicht zuletzt Laufruhe der Maschine, weil die beiden Exzenterräder sich in entgegen gesetzter Richtung drehen.

Schuler konstruierte die Neuentwicklung für ein renommiertes Unternehmen aus der Massivumformung. Die Auslieferung der Servo-Schmiedepresse, auf der Wellen, Kegelräder und anderen Gelenkteile entstehen sollen, ist für Ende des Jahres geplant.


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