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    05.12.2013

    Schuler nach starken Zahlen für 2014 zuversichtlich

    Schuler nach starken Zahlen für 2014 zuversichtlich

    • Ergebnis 2012/13 steigt um 19 Prozent
    • Umsatz auf Vorjahreshöhe
    • Weiterer Ausbau der globalen Präsenz

    Der Pressenhersteller Schuler hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 (30.9.) beim Ergebnis erneut zulegen können. Der operative Gewinn (EBITDA) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 123,0 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge übersprang mit 10,4 Prozent die Zehn-Prozent-Marke. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 19,1 Prozent auf 61,7 Millionen Euro, was neben Verbesserung in der operativen Entwicklung auch auf das deutlich verbesserte Zinsergebnis zurückzuführen ist. Beim Umsatz lag Schuler mit 1,19 Milliarden Euro nahezu auf dem Wert des Vorjahres von 1,23 Milliarden Euro. „Damit konnten wir nahtlos an die letzten beiden Rekordjahre anknüpfen“, erklärte Schuler-Vorstandschef Stefan Klebert bei der Bilanzvorlage in Stuttgart. „Dies ist ein guter Start in unser 175. Jubiläumsjahr, das wir 2014 begehen werden“, so Klebert weiter.

    Neue Marktsegmente erschlossen

    Der Auftragseingang lag mit 1,16 Milliarden Euro auf Umsatzhöhe und damit 10,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zum Jahresanfang wurde noch ein Rückgang auf 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro erwartet, da das Vorjahr durch die im Anlagenbau typischen Großprojekte und Nachholeffekte von Kunden geprägt war. „Wir konnten aber erfolgreich in neue Marktsegmente außerhalb der Automobilindustrie vorstoßen“, so Klebert zu strategischen Großaufträgen, die beispielswiese aus der Eisenbahnindustrie kamen. Im Fokus standen auch Anlagen mit höherer Energieeffizienz und für den automobilen Leichtbau. Der Auftragsbestand bewegte sich zum Geschäftsjahresende mit 1,1 Milliarden Euro auf Vorjahreshöhe.

    Eigenkapital gestärkt

    Bedingt durch die positive Ertragsentwicklung stieg das Eigenkapital um 57,4 Millionen Euro auf 302,0 Millionen Euro. „Wir verfügen heute mit einer Eigenkapitalquote von 30,3 Prozent über eine robuste Eigenkapitalausstattung“, fasste Finanzvorstand Norbert Broger zusammen. „Noch vor drei Jahren war sie nur halb so hoch“, erklärte er weiter. Die Nettoliquidität verdoppelte sich durch den Anstieg des operativen Cashflows gegenüber dem Vorjahr auf 202,2 Millionen Euro. Die Dividendenausschüttung soll wie im Vorjahr 3,3 Millionen Euro betragen. Gemäß dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat entspräche dies einer Dividende von 11 Cent je Aktie.

    Umfangreiches Investitionsprogramm

    „Dank einer moderaten Dividendenpolitik haben wir die Chance, unsere Erträge nahezu komplett in die Absicherung und das Wachstum unseres Unternehmens zu investieren. Damit treiben wir die Modernisierung  von Schuler weiter voran“, erklärte der Vorstandsvorsitzende im Hinblick auf das im Geschäftsjahr 2012/13 von 26,2 auf 31,4 Millionen Euro gestiegene Investitionsvolumen. Einen Schwerpunkt der strategischen Investitionen bildete der Ausbau des Werkes im chinesischen Dalian. Dort verdreifachte Schuler die Produktionsfläche auf 16.000 Quadratmeter. Erst vor einem Monat gab Schuler die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Konzerns bekannt. Das geplante Technologiezentrum am Standort Göppingen für rund 40 Millionen Euro, ist, so Klebert, „ein sichtbares Zeichen dafür, dass Deutschland unsere Heimatbasis bleiben wird.“ Der Neubau soll über 750 moderne Arbeitsplätze verfügen. Zum Geschäftsjahresende beschäftigte Schuler weltweit 5.580 Mitarbeiter, was einem Zuwachs um 2,5 Prozent entspricht. Der Konzern stellte 11 Prozent mehr Auszubildende ein, so dass ihre Zahl auf 353 stieg.

    Umsatz 2014 auf hohem Niveau

    Vorsichtig optimistisch bewertet der Vorstand die Aussichten für 2014, auch wenn das Marktumfeld durch hohe Unsicherheiten wie Schuldenkrise und Investitionszurückhaltung in wichtigen Absatzmärkten geprägt sei. Da Schuler ab 2014 sein Geschäftsjahr an das Kalenderjahr anpasst, erwarten die Göppinger für das laufende Rumpfgeschäftsjahr, vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2013, einen Umsatz von 250 bis 300 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2014 soll der Konzernumsatz bei rund 1,1 Milliarden Euro liegen. „Damit bewegen wir uns weiter auf einem stabilen, hohen Niveau“, sagte Finanzvorstand Broger.
    Wie bereits Ende Oktober angekündigt, passt Schuler im Rahmen des Konzernprojekts ZusammenWachsen 2.0 seine Strukturen an, um globaler und effizienter zu werden. Neben der bereits erfolgten Verkleinerung von Vorstand und zweiter Führungsebene sollen mehrere deutsche Konzerngesellschaften zusammengelegt werden. Das verabschiedete Konzept sieht ferner vor, die Produktion zu straffen und Verwaltungsaufgaben zu zentralisieren. Davon werden mittelfristig 350 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen sein, die möglichst sozialverträglich abgebaut werden sollen.

    Für den Konzernumbau sind Aufwendungen von rund 50 Millionen Euro veranschlagt, davon rund 35 Millionen Euro im Rumpfgeschäftsjahr 2013. In den folgenden Geschäftsjahren geht Schuler von einer jährlichen Kostenreduktion von 15 bis 20 Millionen Euro aus. Dies führt im Rumpfgeschäftsjahr zu einem negativen Ebita. Auch 2014 wird die Ebita-Marge den Wert des Geschäftsjahres 2012/13 noch nicht erreichen.

    Nach Umsetzung der Veränderungsmaßnahmen strebt Schuler mittelfristig wieder eine Ebita-Zielrendite von 8,5 Prozent an, was in etwa der heutigen Ebitda-Marge von 10 Prozent entspricht. Schuler setzt zukünftig den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Ebita) als wichtige Steuerungsgröße ein.
    „Wir haben in den letzten Jahren ein profitables Wachstum erzielt und unsere Position als Welt- und Technologiemarktführer in der Umformtechnik trotz wachsender Herausforderungen halten können. In diesem Sinne wollen wir uns erfolgreich weiterentwickeln“, so Klebert abschließend.


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