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    16.09.2013

    Servotechnik hält Einzug in die Massivumformung

    Schuler präsentiert Neuentwicklungen auf der EMO in Hannover / Servoantriebe erhöhen Produktivität, Qualität und Flexibilität

    Die neusten und wichtigsten Entwicklungen in der Massivumformung präsentiert Schuler vom 16. bis
    21. September 2013 auf der Fachmesse EMO in Hannover. Auf Stand G26 in Halle 014 gibt es sowohl Informationen zu den klassischen Hämmer- und Spindelpressen und hydraulischen Anlagen als auch zu den innovativen mechanischen Pressen mit Servotechnik, die nach der Blechumformung nun auch in der Massivumformung schrittweise Einzug hält.

    „Wir wollen die Servotechnik bei allen mechanischen Anlagen etablieren“, kündigt Geschäftsführer Jochen Früh an. „Je nach Anwendungsfall in der Kalt-, Halbwarm- und Warmumformung gibt es verschiedene Ansätze, bei denen die Technologie deutliche Vorteile bringt.“ Das Potenzial sei ähnlich groß wie in der Blechumformung, wo die ServoDirekt-Technologie von Schuler die Produktivität teilweise verdoppelt hat.

    „In der Massivumformung kommt die Temperatur der Teile als bestimmender Faktor noch hinzu“, erklärt Jochen Früh, der bei Schuler auch das Technologiefeld Forging leitet. „Das Kühlen und Schmieren sind zeitintensive Prozesse, die nun im Gesamtablauf mit dem Transfer und dem Pressenhub optimiert werden können.“ Bei konventionellen mechanischen Pressen waren die Abläufe bisher weitgehend vorbestimmt. Die Geschwindigkeit der gesamten Anlage richtete sich nach dem langsamsten Einzelprozess – in der Regel das Kühlen und Schmieren der Werkzeuge.

    Stößelbewegung individuell steuerbar

    Dank der Servotechnik ist die Kinematik des Pressenstößels nun im laufenden Betrieb frei programmierbar; so gut wie jede Bewegung wird möglich. So kann der Servomotor den Stößel beispielsweise während des Teile-Transfers verzögern, um  in dieser Zeit das Werkzeug mehr zu kühlen. Anschließend kann für die Umformung wieder beschleunigt werden, um die Kontaktberührzeit zu reduzieren. Das Ergebnis: Die Zykluszeit verkürzt sich, die Ausbringungsleistung steigt. Die positiven Folgen sind verlängerte Werkzeug-Standzeiten und eine erhöhte Teile-Qualität.

    Weil die Umformgeschwindigkeit auch optimal an das Material und die Bauteilgeometrie angepasst werden kann, sind nun außerdem die verschiedensten Produkte auf derselben Anlage herstellbar – das Teile-Spektrum wächst. Über den Servoantrieb kann man den Umformungsprozess exakt steuern und das bestmögliche Materialgefüge erreichen. Schuler arbeitet mit Hochschulen eng in der Frage zusammen, wie der Umformprozess durch die Servotechnik weiter verbessert und optimiert werden kann.

    „Als führender Systemlieferant bietet Schuler alles aus einer Hand“, fasst Geschäftsführer Jochen Früh zusammen. „Die Bandbreite unserer Leistungen reicht von der Bauteileentwicklung über Methodenplanung und Werkzeugbau bis hin zur Inbetriebnahme effizienter Produktionsanlagen und qualifiziertem Service.“

    Außer mit dem Bereich Massivumformung auf Stand G26 in Halle 014 ist Schuler auch mit seinen LoadMaster-Ladesystemen zur Automation von Werkzeugmaschinen auf der EMO vertreten: Stand 12, Halle D03.


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