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    30.04.2013

    Stabilere Pipelines für Öl, Gas und Wasser

    Schuler entwickelt zusammen mit Maurer Magnetic neues Verfahren zur Entmagnetisierung von Großrohren

    Großrohre, wie sie etwa für den Bau von Pipelines Verwendung finden, werden in der Herstellung entweder spiralförmig oder mit einer Längsnaht geschweißt. Zusammen mit der Schweizer Firma Maurer Magnetic hat der Maschinen- und Anlagenbauer Schuler nun ein Verfahren entwickelt, mit dem die Großrohre noch während der Produktion entmagnetisiert werden können. Dadurch kommt es zu keiner Ablenkung beim Schweißen und die Qualität der Schweißnähte, die in der Folge den garantierten Belastungen standhalten können, wird sichergestellt.

    „Die Magnetisierung kann einerseits beim Walzen, Fräsen, Formen und Plasmaschneiden der Stahlbleche entstehen und andererseits beim Unterpulver-Schweißen der Spiral- oder Längsnahtrohre“, erklärt Dietmar Rieser, Geschäftsführer von Schuler ATIS. „Beim Zusammenschweißen der Rohrenden im Feld wird der Lichtbogen bei zu hohem Restmagnetismus abgelenkt, was die Qualität der Naht beeinträchtigt. Bei entmagnetisierten Großrohren ist das nicht der Fall.“ Außerdem werden störende Einflüsse bei der Qualitätskontrolle – etwa beim Röntgen – vermieden. Jüngste Forschungsergebnisse deuten zudem auf eine erhöhte Korrosion von nicht entmagnetisierten Rohren hin.

    „Pipelines sind starken Belastungen ausgesetzt, weil sie oft hunderte von Kilometern durch unwirtliche Umgebungen verlegt werden, in denen extreme Temperaturen herrschen“, ergänzt Schuler-Geschäftsführer Jochen Früh. Gleichzeitig wird auch im Innern der Rohre der Transportdruck der Medien wie Öl, Gas oder Trinkwasser immer weiter angehoben, um die Reichweiten zu erhöhen und die wachsenden Entfernungen der einzelnen Fördergebiete zu überbrücken.

    Keinerlei Verzögerung in der Produktion

    Bei dem von Maurer Magnetic und Schuler entwickelten Verfahren werden die längs- und spiralförmig geschweißten Rohre durch eine elektromagnetische Spule transportiert und entmagnetisiert. „Es kommt zu keinerlei Verzögerung in der Produktion“, versichert Marek Rohner, Technologie-Leiter bei Maurer Magnetic. „Wir haben das innovative Verfahren deshalb patentiert.“

    Intensive Tests am Schuler-Standort Weingarten haben ergeben, dass die Methode sich für spiralgeschweißte Rohre mit einer Wandstärke von bis zu 25,4 Millimetern und einem Durchmesser von 20 bis 120 Zoll eignet. Längsnaht-geschweißte Rohre können bei einem Durchmesser von 16 bis 64 Zoll eine Wandstärke von bis zu 80 Millimetern aufweisen.

    Die Experten von Maurer Magnetic setzen bei dem Verfahren ihre ebenfalls patentierte „Maurer-Degaussing-Technologie“ ein. Die Großrohre werden dabei von einem magnetischen Wechselfeld, das in den Hochleistungsspulen eine Feldstärke von bis zu 80 kA/m erreicht, vollständig entmagnetisiert. Das Verfahren ist auch für rechteckige, ERW- und Nahtlos-Rohre einsetzbar.


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