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20.06.2008

Ein kleiner Pieks kann Leben retten: Mitarbeiter von Schuler ließen sich als mögliche Stammzellenspender registrieren

Am 19. Juni 2008 lud die Schuler AG ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Göppingen ein, sich durch eine Blutprobe als mögliche Stammzellenspender registrieren zu lassen. Der Pressenhersteller unterstützt mit dieser Aktion die Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS bei der Suche nach Stammzellenspendern für Blutkrebs-Patienten. Über 250 Schuler-Mitarbeiter haben sich an der Aktion beteiligt. 

"Laut DKMS erkrankt in Deutschland alle 45 Minuten ein Mensch an Leukämie. Für viele Patienten ist die Übertragung von Stammzellen die einzige Heilungsmöglichkeit", erklärt Dietmar Rakus, einer der Initiatoren und Betriebsrat bei Schuler.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewebemerkmale zweier Menschen übereinstimmen, ist sehr gering. In der Datei des DKMS werden deshalb die Daten von möglichst vielen potenziellen Spendern gesammelt. Leider findet jeder fünfte Leukämie-Betroffene keinen passenden Stammzellspender, da viele Menschen eine Knochenmarkspende mit der Entnahme von Rückenmark verwechseln. Dabei ist die Spende selbst laut DKMS für den Spender gefahrlos, von dem üblichen Narkoserisiko abgesehen. Bei 80 Prozent der Spender können die notwendigen Stammzellen mittlerweile ambulant aus der Armvene entnommen werden. Durch die Typisierung, bei der fünf Milliliter Blut entnommen werden, werden die genetischen Gewebemerkmale der Spender festgestellt.

„Über 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich typisieren lassen – das ist fast ein Viertel unserer Belegschaft am Standort Göppingen“, freut sich Vorstand Dr. Markus Ernst, Schirmherr der Typisierungsaktion. Die Kosten – etwa 50 Euro pro Mitarbeiter – übernahm das Unternehmen.
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