14.09.2005
Gezieltere Kundenkommunikation
Euroblech 2006 ohne Schuler
Göppingen - Der Schuler Konzern wird sich im kommenden Jahr nicht mehr an der Euroblech in Hannover beteiligen und sein eigenes Veranstaltungskonzept weiter forcieren. Hintergrund ist die nachlassende Bedeutung von Messen, insbesondere der Euroblech, für die Kundenkommunikation von Schuler. Dies haben die Veranstaltungen in den vergangenen Jahren gezeigt. Aus der Sicht des Schuler Konzerns verfügt die Euroblech – gerade mit Blick auf die immer wichtiger werdenden internationalen Märkte – zur Zeit über keine entsprechende Ausrichtung und Besucherstruktur. Sie bietet für Schuler daher keine befriedigende Aufwand-Nutzen-Relation mehr.
Statt dessen wird Schuler seine Messeaktivitäten im Ausland verstärken, zum Beispiel in Frankreich, Osteuropa und Asien. Für den deutschen Markt wird sich Schuler weitgehend auf sein eigenes Veranstaltungskonzept konzentrieren. Dazu gehören unter anderem Hausmessen, Technologietage und Veranstaltungen bei Kunden. In den vergangenen Jahren konnte Schuler mit diesem Konzept mehr Kunden gezielt ansprechen und seine Produkte erfolgreicher präsentieren als auf externen Messen. Dabei standen stets innovative Anlagen, Technologien und Verfahren im Zentrum, die aufgrund ihrer Komplexität und Größe auf Messen kaum ausgestellt werden konnten.
Insbesondere die an Bedeutung weiter zunehmenden Kunden aus der Zulieferindustrie erwarten auf Messen und Veranstaltungen Anlagen, die im laufenden Betrieb präsentiert werden. Nur so können sich die Kunden unmittelbar einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Produkte machen. Mit dem Ausbau des eigenen Messe- und Veranstaltungskonzepts wird Schuler den Anforderungen dieser Zielgruppe in Zukunft noch besser gerecht werden.
International runden Fachsymposien die Schuler Kundenkommunikation ab. Allein im laufenden Geschäftsjahr 2004/05 konnte Schuler mit insgesamt fünf Veranstaltungen dieser Art in China, Russland und in den USA zahlreiche Kundenkontakte vertiefen und neu aufbauen.
Unberührt von dieser Entscheidung bleiben dagegen kleinere regionale Veranstaltungen und spezifische Fachmessen in Deutschland, die das Schuler Messekonzept sinnvoll ergänzen.