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23.08.2007

Flexibilität und Leistung überzeugen: Schuler gewinnt vier weitere Aufträge für neue Stanz- und Umformautomaten mit Servoantrieb

Seit der Premiere der neuen PSE-Baureihe im Januar dieses Jahres konnten die Göppinger Pressenbauer bereits drei Kunden gewinnen. Jetzt sind vier weitere Aufträge hinzugekommen.

Das richtige Gespür für die Anforderungen der Kunden beweist Schuler mit der neuen Generation von Stanz- und Umformautomaten mit Servoantrieb. Den ersten Stanz- und Umformautomaten mit Servoantrieb aus den neu gewonnenen Aufträgen wird Schuler bereits Ende 2007 bei der Klein Umformtechnik installieren. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Netphen-Deuz hat sich als hoch spezialisierter Zulieferer der Automobil- und Hausgeräteindustrie etabliert und investiert erstmals in eine Schuler-Presse. Ein weiterer Neukunde für Schuler ist die Gutbrod Gruppe. Das Unternehmen, das zum österreichischen Voestalpine-Konzern gehört, entwickelt und produziert an Standorten in Dettingen/Erms und Schmölln Stanz- und Umformteile sowie Baugruppen und Sicherheitskomponenten für die Automobilindustrie.

Ebenfalls aus der Automobilindustrie hat Schuler den Auftrag für die dritte Anlage erhalten: Die Firma Boysen in Altensteig hat sich als Premium-Anbieter auf die Entwicklung und Produktion kompletter Abgassysteme spezialisiert. Die vierte Anlage wird Schuler nach Österreich liefern. Auftraggeber ist die Blum Gruppe, einer der weltweit führenden Hersteller von Möbelbeschlägen, vor allem im Küchenbereich.

Drei der nun beauftragten Stanz- und Umformautomaten sind auf eine Presskraft von 6.300 kN ausgelegt, zwei von diesen werden inklusive einer kompletten Automatisierung geliefert. Die Presse für Boysen arbeitet mit bis zu 4.000 kN.

Höhere Produktivität und Flexibilität dank Servoantrieb

Die unterschiedlichen Anwendungsbereiche der Auftraggeber und das vielfältige Teilespektrum, das zukünftig auf den Schuler-Pressen gefertigt werden wird, unterstreichen die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der neuen Stanz- und Umformautomaten. Dank des Servoantriebs lassen sich die Anlagen, im Unterschied zu konventionellen mechanischen Pressen, äußerst flexibel an die jeweiligen Anforderungen anpassen. Dadurch, dass die Bewegungskurven der Presse frei programmierbar sind, kann die Anlage extrem schnell für die Produktion unterschiedlicher Bauteile konfiguriert werden. Die jeweiligen Konfigurationen können die Anwender in einer Werkzeugdatenbank ablegen und dort bei einem Werkzeugwechsel abrufen. Bei den auf Zuliefererseite durchaus üblichen mehrfachen Werkzeugwechseln am Tag verkürzen sich dadurch die Rüst- und Nebenzeiten deutlich, was unmittelbar zu Produktivitätssteigerungen führt.

Investition in die Zukunft

Der Auftragsvergabe für drei der neuen Anlagen waren umfangreiche Tests mit den Originalwerkzeugen der Kunden an der Schuler-Vorführanlage in Göppingen vorausgegangen. Neben der Leistungsfähigkeit der neuen Technologie wurde dabei auch jedes Mal deren enormes Potenzial für zukünftige Produktivitätssteigerungen in der Umformtechnik deutlich. Das beginnt bei deutlich verkürzten Zeiten zwischen Tryout und Serienfertigung, geht über die Vorteile beim Einrichten der Presse und reicht bis zu Steigerungen der Ausbringungsleistung, abhängig vom gefertigten Bauteil und Prozess, um bis zu mehr als 50 Prozent. Damit bietet die neue Generation der Schuler Stanz- und Umformautomaten ein Höchstmaß an Produktivität und Investitionssicherheit.
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