Logo Schuler - Müller-Weingarten
 

30.05.2007

Erstes Halbjahr 2006/07: Turn-around geschafft

Göppingen - Die Schuler AG (WKN 721063/ISIN DE0007210635) zieht eine positive Bilanz des ersten Halbjahres ihres Geschäftsjahres 2006/07 (1. Oktober 2006 bis 31. März 2007): Das Konzernergebnis stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr des vorausgegangenen Geschäftsjahres 2005/06 von -2,5 Mio. Euro auf +4,2 Mio. Euro. Gleichzeitig hat sich der Auftragseingang kräftig um 15 Prozent erhöht. Das Zusammengehen mit der Müller Weingarten AG, an der die Schuler AG in der Zwischenzeit über 96 Prozent hält, verläuft planmäßig. Die Börse honorierte diese Entwicklung mit einem Kursanstieg von 5,60 Euro (1. Oktober 2006) auf 9,47 Euro (25. Mai 2007).

Jürgen Tonn, Vorstandsvorsitzender der Schuler AG: "Unsere Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenwirken mit unserer Diversifizierungsstrategie führten im ersten Halbjahr zu einem positiven Konzernergebnis. Damit hat die Schuler AG den Turn-around geschafft. Wir haben jetzt eine gute Basis, um uns mit der Übernahme von Müller Weingarten an den Weltmärkten neu zu positionieren und so an deren dynamischen Entwicklungen teilzuhaben."
Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) konnte von 5,1 Mio. Euro auf 7,7 Mio. Euro gesteigert werden. Diese Verbesserung ist auch ein Ergebnis des vor einem Jahr initiierten Konzernprogramms SPEED. Der Brutto-Cashflow hat sich von 6,8 Mio. Euro gegenüber der Vergleichsperiode auf 12,7 Mio. Euro nahezu verdoppelt.
Der Auftragseingang stieg von 234,4 Mio. Euro auf 270,0 Mio. Euro (+15 Prozent). Davon entfallen auf die Geschäftsbereiche "Forming Systems" 209,0 Mio. Euro (Vorjahr: 182,5 Mio. Euro) und "Automation and Production Systems" 78,9 Mio. Euro (Vorjahr: 66,6 Mio. Euro). Der Auftragsbestand lag per 31. März 2007 mit 360,5 Mio. Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau von 362,0 Mio. Euro.

Das Umsatzvolumen belief sich auf 239,5 Mio. Euro und liegt erwartungsgemäß aufgrund rückläufiger Umsätze im USA-Geschäft leicht unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 250,0 Mio. Euro (-4,2 Prozent). Ursächlich hierfür ist die weiter anhaltende Investitionszurückhaltung der Automobilindustrie insbesondere in Nordamerika. Das Geschäftsfeld "Forming Systems" erzielte einen Umsatz von 192,9 Mio. Euro nach 214,4 Mio. Euro im Vorjahr (-10,0 Prozent), das Geschäftsfeld "Automation and Production Systems" 62,9 Mio. Euro verglichen mit 61,9 Mio. Euro (+1,6 Prozent) im ersten Halbjahr 2005/06. Die Umsatzanteile verteilen sich wie folgt: Nord- und Südamerika 35 Prozent, Deutschland 30 Prozent, Europa ohne Deutschland 23 Prozent, Asien und die übrigen Regionen 12 Prozent.

Die Mitarbeiterzahl des Schuler Konzerns verringerte sich in den vergangenen zwölf Monaten um 121 auf 3.520 Beschäftigte. Die Kapazitätsanpassung war Teil des im Mai 2006 aufgesetzten Konzernprogramms SPEED.
Die Übernahme der Müller Weingarten AG, die im März bekannt gegeben wurde, verläuft planmäßig. Anfang Mai sind elf Arbeitsgruppen gestartet, in denen Fachleute von Schuler und Müller Weingarten die Zukunftsmodelle für die einzelnen Produktsegmente erarbeiten. Die Schuler AG verfügt jetzt, nach dem Ende des Pflichtangebots am 15. Mai 2007, über 96,5 Prozent der Aktien an der Müller Weingarten AG. Die Schuler AG hat am 15. Mai 2007 ein Squeeze-out-Verfahren eingeleitet, mit dem die Aktien der verbleibenden Minderheitsaktionäre der Müller Weingarten AG gegen eine Barabfindung in Höhe von 15,74 Euro je Aktie auf die Schuler AG übertragen werden sollen.

Jürgen Tonn: "Aufgrund frühzeitig eingeleiteter Maßnahmen zur Kostensenkung und zum Ausbau der Wachstumsbereiche ist Schuler gut aufgestellt. Insbesondere durch das Zusammengehen mit der Müller Weingarten AG ergeben sich Chancen, zusätzliche Potenziale zu erschließen. Daher gehen wir auch bei einer noch anhaltenden Investitionszurückhaltung der Automobilindustrie für das laufende Geschäftsjahr wieder von einem positiven operativen Ergebnis vor integrationsbedingten Einmal-Aufwendungen aus. Mittelfristig ergeben sich durch den Zusammenschluss von Schuler und Müller Weingarten Kosteneinsparungen von über 40 Mio. Euro jährlich. Dem steht ein erheblicher einmaliger Restrukturierungsaufwand gegenüber, der voraussichtlich im laufenden Jahr zu einem negativen EBIT bei Schuler führen wird. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung. Für das Folgejahr erwarten wir weitere Ergebnisverbesserungen."
Kontakt

Schuler AG ©2008