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16.04.2007

Schuler profitiert vom Trend zur endkonturnahen Fertigung komplexer Bauteile und gewinnt Aufträge von GKN und Kotani

Bei der Herstellung komplexer Bauteile bietet die Massivumformung deutliche Vorteile bei Qualität und Produktivität. Insbesondere die endkonturnahe Fertigung in Near-net-shape-Qualität reduziert Aufwand und Kosten, weil große Teile der spanenden Nachbearbeitung entfallen. Von der weltweit steigenden Nachfrage bei Anlagen zur spanlosen Formgebung profitiert auch Schuler.

Insgesamt vier Aufträge für Mehrstufenpressen mit Exzenterantrieb vom Typ MME 2-2000 konnte Schuler in jüngster Zeit gewinnen. Für den Kunden Kotani, das größte unabhängige japanische Schmiedeunternehmen, hat Schuler bereits Ende 2006 in Japan eine Anlage zur Produktion von Gelenkwellenteilen installiert. Anfang 2007 hat das Unternehmen eine weitere Schuler-Anlage in seinem Werk im polnischen Gliwice (Gleiwitz) in Betrieb genommen. Das Werk in Gliwice ist ein Joint Venture von Kotani mit zwei weiteren japanischen Unternehmen.

Zwei weitere Aufträge für Schmiedeanlagen der Reihe MME 2-2000 hat Schuler von der GKN Gruppe, dem Weltmarktführer für Pkw-Gleichlaufgelenkwellen, erhalten. Die Halbwarmschmiedeanlagen mit einer Presskraft von 20.000 kN werden in Werken des Unternehmens in Brasilien und China eingesetzt. Der Auftrag umfasst die jeweils 5-stufigen Schmiedelinien inklusive der NC-Transfersysteme sowie die komplette Werkzeugtechnik und die Systeme für den Werkzeugwechsel.

Qualität und Präzision entscheidende Auswahlkriterien

Sowohl bei Kotani als auch bei GKN waren Qualität und Präzision die entscheidenden Kriterien bei der Entscheidung für die Schuler-Anlagen. Und während bei GKN schon mehrere Schuler-Pressen im Einsatz sind, handelt es sich bei den Anlagen für Kotani um die ersten Systeme nach 15 Jahren, die Schuler bei einem japanischen Schmiedeunternehmen installiert hat.

Technische Basis aller vier Systeme ist die Pressenbaureihe MME2, die sich mit hohen Werkzeugstandzeiten als äußerst flexibles System zur Produktion qualitativ hochwertiger Bauteile bewährt hat. Für eine hohe Werkstückqualität sorgen vor allem die steile Kinematik der Anlage sowie die spezielle 8-Bahnen-Stößelführung. Dadurch gewährleistet das System kurze Druckberührzeiten und verringert den Wärmeeintrag in das Werkzeug, wodurch es wiederum möglich ist, auch komplexe Funktionsflächen bereits endkonturnah zu formen ohne das das Werkzeugmaterial versprödet oder ausbrennt.

Die Pressen der MME2-Baureihe sind mit verschiedenen Nennpresskräften zwischen 6.300 und 40.000 kN erhältlich und können sowohl in der Kalt- und der Halbwarmumformung als auch für das Präzisionsschmieden eingesetzt werden. Der große Werkzeugraum ermöglicht die Produktion komplexer Bauteile in bis zu sechs Werkzeugstufen. Ein umfangreiches Angebot an Transfer- und Werkzeugwechselsystemen sowie der Pressenperipherie runden das System ab.
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