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24.01.2006

Schuler verbessert Ertragslage

Umsatz und Auftragseingang auf Vorjahresniveau – Restrukturierung und Kostensenkung zeigen Wirkung – Stabile Dividende für Vorzugsaktionäre

Stuttgart/Göppingen – Der Schuler Konzern – Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik – hat im Geschäftsjahr 2004/05 (30. September) seine Ertragslage weiter verbessert. Peter Zeller, Vorsitzender des Vorstands der Schuler AG, führte dies insbesondere auf die erfolgreiche Restrukturierung und Kostensenkung zurück, die Schuler in den vergangenen Jahren eingeleitet und umgesetzt hat. „Auf diese Weise ist es uns gelungen, trotz der unverändert zurückhaltenden Investitionstätigkeit der internationalen Automobil- und Zulieferindustrie einen insgesamt verbesserten Jahresabschluss zu erzielen“, erklärte Zeller auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart.

Umsatz auf Vorjahresniveau

Der konsolidierte Umsatz des Schuler Konzerns erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht von € 558,1 Mio. auf € 564,3 Mio. In Nord- und Lateinamerika konnten die Erlöse auf € 185,3 Mio. mehr als verdoppelt werden. Wachstum ergab sich auch im europäischen Ausland. Dort stieg der Umsatz um 13,6 % auf € 115,2 Mio. Im Inland hingegen ging er um 36,1 % auf € 168,0 Mio. zurück. In Asien lag der Umsatz mit € 90,8 Mio. unverändert auf einem hohen Niveau gab aber gegenüber dem Spitzenwert des Vorjahres um 8,8 % nach. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich deutlich von 52,9 % im Vorjahr auf 70,2 %.

Auftragseingang leicht vermindert

Der Auftragseingang blieb mit € 550,4 Mio. geringfügig unter dem Wert des Vorjahres von € 562,9 Mio. Die Bestellungen aus dem europäischen Ausland konnten gegen den allgemeinen Trend und trotz der insgesamt schwachen Marktlage von € 83,3 Mio. auf € 171,2 Mio. mehr als verdoppelt werden. Insbesondere in der französischen Automobilindustrie konnte Schuler zahlreiche größere Projekte akquirieren. Die Zielsetzung, den Marktanteil in Frankreich zu erhöhen, wurde damit erreicht. In Asien sank der Auftragseingang vom hohen Niveau des Vorjahres um 46,9 % auf  € 71,6 Mio. In Amerika verminderten sich die Bestellungen um 14,9 % auf € 154,4 Mio. In Deutschland musste ein weiterer Rückgang der Auftragseingänge um 6,4 % auf € 152,4 Mio. verzeichnet werden. Damit stieg der Anteil der Bestellungen aus dem Ausland von 71,0 % im Vorjahr auf 72,3 %.
Der Auftragsbestand erreichte am Stichtag 30. September 2005 einen Wert von € 557,3 Mio. und lag damit 2,4 % unter dem Vorjahreswert.

Alle Ertragskennzahlen verbessert

Trotz des nur leicht gestiegenen Umsatzes konnte Schuler alle Ertragskennzahlen planmäßig weiter verbessern. Grund hierfür waren in erster Linie umfangreiche Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen, die in den zurückliegenden Jahren eingeleitet und umgesetzt worden waren und im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Wirkung zeigten. Dadurch konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von € 27,9 Mio. auf € 30,9 Mio. sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von € 10,4 Mio. auf € 16,0 Mio. gesteigert werden. Der Jahresüberschuss stieg von € 3,5 Mio. auf € 4,2 Mio.

Stabile Dividende für Vorzugsaktionäre

Vorstand und Aufsichtsrat der Schuler AG werden der Hauptversammlung am 30. März 2006 daher vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2004/05 je Vorzugsaktie unverändert eine Dividende von € 0,20 sowie je Stammaktie eine Dividende von € 0,10 auszuschütten.

Eigenkapitalquote leicht gesteigert

Der Brutto-Cashflow verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von € 22,0 Mio. auf € 20,1 Mio. Die Netto-Verschuldung ging im gleichen Zeitraum von € 129,1 Mio. auf € 124,1 Mio. zurück. Gleichzeitig stieg die Bilanzsumme von € 416,2 Mio. auf € 429,2 Mio. Damit erhöhte sich die Eigenkapitalquote leicht von 18,2 % im Vorjahr auf 18,4 %.

Investitionsschwerpunkte Engineering und IT

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden planmäßig von € 12,1 Mio. im Vorjahr auf € 9,4 Mio. zurückgeführt. Schwerpunkte der Investitionen lagen in den Bereichen Engineering und Informationstechnologie. Darüber hinaus wurde der Maschinenpark an zahlreichen Fertigungsstandorten modernisiert. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen verminderten sich von € 17,5 Mio. auf € 14,8 Mio.

Mitarbeiterzahl verringert

Zum Bilanzstichtag am 30. September 2005 beschäftigte der Schuler Konzern inklusive Auszubildende weltweit 3.697 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit ging die Zahl der Beschäftigten im Berichtszeitraum um 96 zurück. Im Inland sank der Belegschaftsstand um 120 von 2.899 auf 2.779. Im Ausland waren zum Stichtag 918 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Zuwachs um 24 Mitarbeiter. Der Personalaufwand im Konzern konnte von € 207,5 Mio. auf € 200,3 Mio. zurückgeführt werden.
Zum Stichtag waren im Schuler Konzern insgesamt 177 Auszubildende beschäftigt. Die Ausbildungsquote im Inland lag damit bei 6,3 %.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2005/06 erwartet der Schuler Konzern keine wesentliche Veränderung der Investitionstätigkeit der internationalen Automobil- und Zulieferindustrie. Der Schwerpunkt des Aufbaus weiterer Presswerkskapazitäten wird unverändert in den Wachstumsmärkten in Asien und Osteuropa liegen. Der internationale Fertigungsverbund von Schuler mit Produktionsstandorten in Europa, Amerika und Asien bedeutet einen wichtigen Wettbewerbsvorteil bei der flexiblen Belieferung dieser Regionen. In den traditionellen Märkten in Westeuropa und Amerika werden sich die Investitionen der Kunden auf erhöhte Wirtschaftlichkeit des Produktionsprozesses sowie auf den Einsatz neuer Technologien konzentrieren. Mit innovativen, marktgerechten Produkten und Dienstleistungskonzepten zur Neuausrüstung und Modernisierung von Presswerken wird Schuler auch von diesem Trend profitieren.
Insgesamt erwartet der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr 2005/06 eine Entwicklung auf dem Niveau des Vorjahres. Die erfolgreich eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung werden auch in Zukunft konsequent fortgesetzt.
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