
Mit den Standardpressen der Marke Nova bietet Beutler Nova, ein Unternehmen des Schuler Konzerns, seinen Kunden die Möglichkeit, ihre Presse nach eigenen Bedürfnissen zu optimieren: Zuführung, Transfersystem, Schrottentsorgung und weitere Peripheriegeräte können nach dem Baukastenprinzip ergänzt werden. Dabei greift Beutler Nova auf leistungsfähige Produkte und Lösungen seiner Swiss Quality-Partner zurück.
Die Nova-Doppelpleuelstanzautomaten werden mit Querwellen und hauseigener bedienerfreundlichen CCS-Steuerung geliefert. Die Nova-Reihe zeichnet sich durch ihr exzellentes Preis-Leistungsverhältnis aus. Mit Presskräften zwischen 125 und 500 Tonnen und Tischbreiten von 1.400 bis 3.000 Millimetern decken Nova-Automaten eine große Bandbreite in der Umformtechnik ab.
Als Ergänzung zum herkömmlichen Sinusantrieb baut Beutler Nova die Nova-Stanzautomaten auch mit elektrisch modifiziertem Servoantrieb. Damit folgt Beutler Nova dem Wunsch seiner Kunden nach einem variablen Antriebskonzept. Je nach Anwendung kann der Bediener zwischen einem sinusförmigen Stößelverlauf bis zu hohen Hubzahlen oder einem modifizierten Stößelverlauf wählen. „Dabei stehen ihm acht vorgegebene Geschwindigkeitsprofile zur Verfügung, um den Produktionsprozess zu optimieren“, erklärt Beni Schenker, Technischer Leiter von Beutler Nova. Praxistests belegen, dass die Produktionsleistung bis zu 30 Prozent über dem Sinus-Antrieb liegt – ohne Einbußen bei der Geschwindigkeit im unteren Arbeitsbereich. Die Bremsenergie wird über den Servoregler ins Netz zurück gespeist, was die Betriebskosten erheblich senkt.
Die frei regulierbare Auftreff- und Schnittgeschwindigkeit ermöglicht komplexe Zieh- und Umformarbeiten. Das eröffnet den Kunden neue Anwendungsgebiete. So sind die langen Gleitführungen des Stößels speziell für die Verarbeitung von höherfestem Stahl ausgelegt und nehmen außermittige Kräfte und Stoßbelastungen optimal auf. Die beiden gegeneinander laufenden Querwellen kompensieren ohne Zusatzmassen ihre seitlichen Rotationskräfte und werden über zwei Querwellen mit schräg verzahnten Zahnrädern angetrieben, welche geräuscharm in einem Ölraum laufen. Das schnelle Umrichten auf ein neues Werkzeug wird automatisch ausgeführt. Hublänge, Stößelposition, Werkzeugschutz und Nockenwelleneinstellungen werden aus dem Datenspeicher geladen und automatisch richtig eingestellt.
Zum Schutz vor außerplanmäßigen Maschinenstillständen und kostspieligen Reparaturen werden die Hauptlagerstellen der Exzenterwellen und der Pleuel durch Temperatursensoren überwacht. Der stufenlos einstellbare hydraulische Überlastschutz bietet zudem einen sicheren Schutz für Werkzeug und Maschine.
Die CCS-Steuerung verfügt über einen Touchscreen-Bildschirm, auf dem alle Parameter bedienerfreundlich visualisiert und eingegeben werden können. Das High-Speed-Technologiemodul übernimmt alle zeitkritischen Aufgaben und beinhaltet die Schnittstellen für SPS-Anbindungen.
Damit die Leistung der Stanzautomaten genutzt werden kann, setzt Beutler Nova auf einen Hochleistungstransfer der Firma Sander. „Damit lassen sich selbst Geschwindigkeiten von bis zu 100 Hüben pro Minute bei optimaler Sicherheit des Prozesses erzielen“, so Beni Schenker. Möglich macht dies das integrierte Hubzahloptimierungsprogramm. Dieses leistet komplette Bewegungssimulationen für Transferwerkzeuge auf 2D- oder 3D-CAD-Systemen. Damit sind auch Stanzteile mit aufwändiger Geometrie fertig fallend herstellbar.
„So steht unseren Kunden ein leistungsstarkes und wirtschaftliches Pressenkonzept zur Verfügung“, konstatiert Beni Schenker. Highlight: Das modulare Antriebskonzept lässt sich auch an bestehenden Stanzautomaten nachrüsten.