01.04.2008
Höhere Produktivität bei der Bearbeitung kubischer Teile: Neue Produktlinie von Schuler für die Automation von Bearbeitungszentren integriert Werkstück- und Werkzeuglogistik
Produktivität und Flexibilität sind die Begriffe der Stunde in der spanenden Fertigung. Das anhaltende Wachstum sorgt bei den Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie für volle Auftragsbücher. Zentrale Themen sind die Reduzierung von Rüst- und Nebenzeiten und damit möglichst lange Hauptzeiten. Gleichzeitig prägen schnelle Auftragswechsel den Markt. Ein Schritt auf dem Weg zu kostengünstigen und flexiblen Lösungen ist die Automation der Logistik im Umfeld von Bearbeitungszentren. Unter dem Kürzel APS (Automatisiertes Produktions-System) präsentiert Schuler nun eine neue Produktlinie, mit der Unternehmen sowohl die Material- als auch die Werkzeuglogistik von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung kubischer Teile automatisieren können.
Basis des APS sind die bewährten Komponenten von Schuler Automation für die Logistik von Roh- und Fertigteilen auf Euro- und BAZ-Paletten. Das APS integriert unterschiedliche Palettengrößen und -typen zu einem wirtschaftlichen Gesamtsystem. Als Standardbaugrößen sind vier unterschiedliche Anlagentypen erhältlich, wobei der maximale Werkstückdurchmesser bei 900, 1.150, 1.400 oder 1.750 mm liegt. Auf Anfrage sind Sondergrößen bis zu einer Belastung von maximal acht Tonnen inklusive Palette möglich. Die Anordnung von Speichern, Rüstplätzen und Maschinen passt Schuler jeweils variabel an die konkreten Anforderungen der Kunden an. Die Integration in die Fertigung erfolgt über die standardisierte Produktionssteuerungssoftware Soflex-PCS. Über dieses System werden sowohl der Palettentransport aus dem Hochregallager als auch die Werkzeugversorgung der Maschinen aus einem zentralen Magazin gesteuert. Offene Schnittstellen zur Maschinensteuerung und Unternehmenssoftware stellen sicher, dass die richtigen Rohteile, Werkzeuge und Programme zusammengeführt werden. Durch die Kombination von Werkstück- und Werkzeuglogistik mit der Maschinensteuerung können Anwender auch Losgröße 1 rüstzeitlos produzieren, ohne an allen Bearbeitungszentren den kompletten Werkzeugsatz vorhalten zu müssen.
Geeignet für Neumaschinen und Nachrüstung
Das erste Projekt, das Schuler mit der neuen Automationslösung ausgerüstet hat, verkettet drei Universal-Bearbeitungszentren mit jeweils einem 120er Kettenmagazin und zusätzlichen 400 Werkzeugen im Schuler-ATS (Automatisiertes Tool System), zwei Rüststationen und ein automatisiertes Palettensystem für 52 Maschinenpaletten. Durch die komfortable, vollautomatisierte und produktionssichere Anlage kann der Anwender die Wochenendschicht mannlose fahren. Nicht nur bei Neuausrüstungen, sondern auch bei Nachrüstungen bestehender Anlagen sind vergleichbare Konfigurationen möglich. Dabei können Anwender durch eine gezielte Automation die Investitionskosten für eine zusätzliche Maschine sparen. Für zusätzliche Investitionssicherheit sorgt die deutlich höhere Flexibilität.
Alexander Hergl, Schuler-Produktmanager, ist sich sicher, dass die neue Produktlinie auf Interesse stoßen wird: "Angesichts der schnellen Auftragswechsel und der hohen Auslastung in der Fertigungsindustrie wird die Frage nach einer ebenso leistungsfähigen wie flexiblen Produktion ein zentrales Thema. Für die Automationstechnik bedeutet das, dass Anwender nach Lösungen suchen, die sie individuell an ihre Produktionsumgebung anpassen können, denn nur so können sie nachhaltige Kostenvorteile erzielen. Das dazu nötige Maß an Flexibilität und Produktivität lässt sich mit Standardlösungen nur schwer erreichen, so dass wir mit unserem modularen Angebot gut positioniert sind."
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Tobias Apfel
Leiter Unternehmenskommunikation & Investor Relations
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