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20.11.2007

Schuler profitiert vom Wachstum der chinesischen Automobilindustrie und erhält zwei Aufträge von GKN

Die Wachstumsraten der chinesischen Automobilindustrie sind eindrucksvoll. Allein für den Inlandsmarkt prognostizieren Experten für die kommenden Jahre kontinuierlich zweistellige prozentuale Zuwächse. Noch deutlich schneller – um jährlich mehr als 30 Prozent –wächst nach Angaben von Branchenverbänden wie der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) die Zulieferindustrie. Ein wesentlicher Grund für dieses Wachstum sind die Investitionen der ausländischen Zulieferer. Von diesem Trend profitiert auch die Schuler Group. Von SDS-GKN, einem Gemeinschaftsunternehmen der Shanghai Automotive Industry Corporation und GKN Driveline, hat Schuler Aufträge für eine neue Exzenterpresse sowie die Umsetzung und Aufrüstung einer bestehenden Anlage erhalten.

Bereits seit 2001 produziert SDS-GKN in Shanghai Gleichlaufgelenkwellen auf einer Schuler Presse aus der Forgemaster-Baureihe. Im Rahmen einer strategischen Investition, mit der das Unternehmen seine Kapazitäten erhöhen will, entschied sich SDS-GKN nun erneut für ein System der Göppinger Pressenspezialisten. Die Mehrstufenpresse mit Exzenterantrieb vom Typ MME 2-2000 mit einer Presskraft  von 20.000 kN soll im August 2008 in einem komplett neu gebauten Werk ihren Betrieb aufnehmen. Dorthin wird Schuler im Anschluss auch die bestehende Anlage umsetzen und einem umfangreichen Upgrade unterziehen.

Pressenkonstruktion garantiert engste Toleranzen bei der Halbwarmumformung endkonturnaher Bauteile

Die Entscheidung für eine weitere Schuler-Presse fiel unter anderem wegen der hohen Verfügbarkeit und der Qualität der bereits vorhandenen Anlage. SDS-GKN fertigt in Shanghai endkonturnahe Bauteile bei Halbwarmtemperatur bis 900°C. Die relativ hohen thermischen wie mechanischen Beanspruchungen der Werkzeuge stellen höchste Ansprüche an die armierten Werkzeuge mit der integrierten Kühlung und Schmierung. Die Baureihe MME2 ist genau auf diese Anforderungen ausgelegt. Dank der speziellen Schuler Schuler-Führung des Stößels in T-Anordnung arbeitet dieser mit nur minimalem Führungsspiel – eine entscheidende Voraussetzung zur Fertigung von Bauteilen mit komplexen Geometrien. Der Pressenrahmen ist besonders kräftig dimensioniert und als Schweißkonstruktion ausgeführt. Die kompakte Bauweise und die 2-Punkt-Aufhängung des Stößels gewährleisten eine hohe System- und Kippsteifigkeit. Die steile Kinematik der Antriebsmechanik ermöglicht darüber hinaus kurze Druckberührzeiten und erhöht die Werkzeugstandzeit, weil der verringerte Wärmeeintrag zuverlässig verhindert, das das Werkzeugmaterial versprödet oder ausbrennt.

Stößelverriegelung für höchste Arbeitssicherheit

Für höchstmögliche Sicherheit der Maschinenbediener sorgt die in die Pressensteuerung integrierte Stößelverriegelung. Diese ermöglicht es, den Stößel in jeder möglichen Position zu verriegeln und verhindert dadurch ungewollte Bewegungen des Stößels, beispielsweise bei Arbeiten im Werkzeugraum. Auch in der konstruktiven Ausführung und ihrer Steuerungssoftware ist die MME2 äußerst bedienerfreundlich konzipiert. Das ermöglicht kurze Einarbeitungs- und Umrüstzeiten sowie einen geringen Wartungs- und Instandhaltungsaufwand.

Schuler MME: Optimale Lösungen für ein breites Teilespektrum

Die Pressen der MME2-Baureihe sind mit verschiedenen Nennpresskräften zwischen 6.300 und 40.000 kN erhältlich und können sowohl in der Kalt- und der Halbwarmumformung als auch für das Präzisionsschmieden eingesetzt werden. Der große Werkzeugraum ermöglicht die Produktion komplexer Bauteile in bis zu sechs Werkzeugstufen. Ein umfangreiches Angebot an Transfer- und Werkzeugwechselsystemen sowie der Pressenperipherie runden das System ab.
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