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13.06.2007

Mehr Platz im Werkzeugeinbauraum: Schuler präsentiert Kniehebelpressen mit größerem Stößelhub

Der Trend zur Fertigung endkonturnaher Bauteile in der Umformindustrie hält unvermindert an. Für die Produktion hoher Stückzahlen zu niedrigen Kosten sind Kniehebelpressen vor allem bei flachen Bauteilen die erste Wahl. Mit einem modifizierten Antrieb erweitert Schuler jetzt das Einsatzspektrum der bewährten Technik. Durch einen größeren Stößelhub ist es zukünftig möglich, auch höher bauende Präzisionsteile kostengünstig zu produzieren.

Der begrenzende Faktor für den Einsatz von Kniehebelpressen zur Fertigung endkonturnaher Bauteile waren bislang die Platzverhältnisse im Werkzeugeinbauraum der Presse. Als Faustformel galt: Hubhöhe des Werkzeugeinbauraums, geteilt durch drei, gleich maximale Bauteilhöhe. Mit einem modifizierten Kniehebelantrieb präsentiert die Schuler-Tochter Gräbener Pressensysteme nun eine bislang einzigartige Lösung, die die Vorteile einer Kniehebelpresse mit dem höheren Stößelhub von Exzenterpressen verbindet.

Dank „Quick-Lift“ mehr Platz im Einbauraum

Das „Quick-Lift“ genannte System sorgt für einen zusätzlichen Hub des Stößels auf bis zu 500 Millimeter. Die Pressenleistung bleibt davon unberührt, denn es handelt sich um einen reinen Lüftungshub im Bereich des oberen Totpunkts des Stößels. Dabei wird durch Schwenken eines Hebels mittels Elektromotoren der Stößel im lastfreien Bereich angehoben. Dank des so gewonnenen Platzes können nun auch hohe Bauteile mit dem Transfersystem der Presse durch den Werkzeugeinbauraum bewegt werden. Bei der Umformoperation selbst entspricht die Stößelbewegung der bewährten Technik. So bleiben die Vorteile der Kniehebeltechnologie wie die hohe Steifigkeit des gesamten Systems, Genauigkeit und Bewegungsharmonie erhalten. Außerdem ist es möglich, mehrere Arbeitsschritte wie Zieh-, Biege-, Präge- Schneid- und Kalibrieroperationen auf einer Presse auszuführen und miteinander zu kombinieren. Das Ergebnis ist eine ausgezeichnete Teilequalität und eine hohe Ausbringungsleistung bei höchster Verfügbarkeit der Anlagen.

Erweitertes Einsatzspektrum für Stanz- und Umformautomaten

Durch das neue Antriebskonzept erweitert sich das Einsatzspektrum der Schuler Stanz- und Umformautomaten erheblich. Ob in der Automobil- und Elektroindustrie oder in anderen Branchen: Überall dort, wo einbaufertige Blechteile mit höheren Bauhöhen gebraucht werden, können diese in Zukunft sehr wirtschaftlich hergestellt werden. Dass das Konzept ankommt, zeigen die Reaktionen der Kunden. Die erste Presse mit dem neuen Antrieb liefert Schuler bereits Anfang 2008 an einen Hersteller in Deutschland aus.
Eine Live-Präsentation des neuen Systems erfolgt im Rahmen einer Hausmesse am 13. und 14. September 2007 am Standort Netphen-Werthenbach im Siegerland.
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