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14.02.2007

Schuler schafft Voraussetzungen für ertragsstarkes Wachstum

Göppingen/Stuttgart - Bei einer weiterhin spürbar zurückhaltenden Investitionsneigung der Hauptkunden aus der Automobilindustrie beliefen sich die Umsatzerlöse im Schuler Konzern im Geschäftsjahr 2005/06 mit € 563,4 Mio. auf Vorjahresniveau. Mit dem Konzernprogramm SPEED stellte sich Schuler erfolgreich auf die Herausforderungen der sich ändernden Märkte ein. Dafür erforderliche einmalige Aufwendungen von € 17,9 Mio. führten zu einem negativen Konzernergebnis in Höhe von € 9,5 Mio. Daher empfehlen Vorstand und Aufsichtsrat, für das Geschäftsjahr 2005/06 auf eine Dividendenausschüttung zu verzichten. Mit dem konsequenten Ausbau des Non-Automotive- und des Zuliefergeschäfts sowie Effizienzverbesserungen und Produktneuheiten sieht sich Schuler für künftiges ertragsstarkes Wachstum gerüstet. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand wieder positive Ergebnisse.

Umsatz auf Vorjahresniveau

Der konsolidierte Umsatz des Schuler Konzerns betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr € 563,4 Mio. gegenüber € 561,6 Mio. im Vorjahr. In Europa ohne Deutschland konnten die Erlöse um 37,8 % auf € 149,1 Mio. ausgeweitet werden. In Deutschland blieb der Umsatz mit € 161,2 Mio. auf Vorjahreshöhe. In Amerika lag er mit € 182,2 Mio. leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Nach zwei umsatzstarken Jahren in Asien gingen dort die Umsätze im Berichtszeitraum auf € 69,2 Mio. zurück. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz belief sich auf 71,4 % nach 70,9 % im Vorjahr.

Auftragseingang leicht vermindert

Der konsolidierte Auftragseingang ging im Berichtszeitraum um 5,8 % von € 547,7 Mio. auf € 515,7 Mio. zurück. Die Investitionszurückhaltung der Automobilindustrie war insbesondere im europäischen Ausland und Asien weiter zu spüren. So gingen die Bestellungen aus dem europäischen Ausland um 29,9 % auf € 119,9 Mio. und in Asien um 20,9 % auf € 56,6 Mio. zurück. In Deutschland konnten die Auftragseingänge um 5,1 % von € 152,4 Mio. auf € 160,3 Mio. gesteigert werden. Der Auftragseingang aus Amerika stieg deutlich um 14,8 % auf € 174,2 Mio. Der Auslandsanteil der Bestellungen betrug 68,9 % gegenüber 72,2 % im Vorjahr.

Positives EBIT ohne Sondereffekte

Der Schuler Konzern erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ohne Sondereffekte in Höhe von € 16,9 Mio., das um 28 % über dem Vorjahreswert von € 13,2 Mio. liegt.

Belastungen durch Einmalaufwendungen

Im Geschäftsjahr 2005/06 hat Schuler große Anstrengungen zur Steigerung der Ertragskraft unternommen. Dabei wurden bewusst kurzfristige Effekte gegen langfristig strategieorientierte Maßnahmen abgewogen. Einmalige Aufwendungen von € 17,9 Mio. im Zusammenhang mit dem im Mai 2006 aufgelegten Konzernprogramm SPEED führten insgesamt zu einem negativen EBIT von € 1,1 Mio. und zu einem negativen Konzernergebnis nach Steuern von € 9,5 Mio. Gleichzeitig konnte jedoch die Nettoverschuldung zum Bilanzstichtag 30. September 2006 gegenüber dem Vorjahreswert von € 164,8 Mio. um 37,6 % auf € 102,8 Mio. zurückgeführt werden.

Verzicht auf Dividendenausschüttung

Vorstand und Aufsichtsrat der Schuler AG werden der Hauptversammlung am 29. März 2007 aufgrund des negativen Konzernergebnisses vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2005/06 auf eine Dividendenausschüttung zu verzichten.

Mitarbeiterzahl zurückgegangen

Zum 30. September 2006 beschäftigte der Schuler Konzern 3.606 Mitarbeiter (inklusive Auszubildende). Das sind 91 Beschäftigte weniger als am Vorjahresstichtag. Grund für den Rückgang waren vor allem Kapazitätsanpassungen infolge des schwierigen Marktumfelds. Rund 75 % der Konzernbelegschaft war in Deutschland tätig, wo die Mitarbeiterzahl um 79 auf 2.700 Beschäftigte sank. Im Ausland waren zum Bilanzstichtag 906 Mitarbeiter für Schuler aktiv, das sind zwölf Beschäftigte weniger als vor Jahresfrist.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2006/07 erwartet der Schuler Konzern keine wesentliche Veränderung der Investitionstätigkeit der internationalen Automobilindustrie. Der Schwerpunkt des Aufbaus weiterer Presswerkskapazitäten wird vor allem in Mexiko, Indien, Osteuropa und China liegen. Dank seiner guten internationalen Aufstellung und der Kompetenz, Projekte weltweit sicher abzuwickeln, kann Schuler vom Aufbau neuer Presswerkskapazitäten in den aufstrebenden Ländern profitieren. Chancen bieten sich daneben im Bereich Service, vor allem beim Umbau und der Modernisierung bestehender Anlagen, sowie im Ersatzteilgeschäft. In diesen Geschäftsfeldern verfügt Schuler aufgrund der hohen Anzahl installierter Anlagen über gute Voraussetzungen. Bei den Teilezulieferern der Automobilindustrie steigt der Bedarf an Presswerksausrüstungen deutlich an, da der Wertschöpfungsanteil der Zulieferer im Automobilbau weiter zunimmt. Auch den Non-Automotive-Bereich wird Schuler weiter konsequent ausbauen.
Insgesamt geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2006/07 von einer Geschäftsentwicklung auf dem Niveau des Vorjahres aus. Aufgrund der frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung und dem Ausbau der Wachstumsbereiche sieht sich Schuler gut aufgestellt und erwartet daher bereits für das laufende Geschäftsjahr wieder positive Ergebnisse.
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