Logo Schuler - Müller-Weingarten
 

23.05.2006

Schuler startet Konzernprogramm SPEED zur Stärkung der Ertragskraft

Geschäftszahlen erstes Halbjahr 2005/06 (IFRS)

Göppingen - Der Schuler Konzern legt die Basis für eine nachhaltige Stärkung seiner Ertragskraft. Mit dem Konzernprogramm SPEED, das dem Aufsichtsrat gestern vorgestellt wurde, richtet sich das Unternehmen strategisch auf Veränderungen in seinen Märkten ein. Mittelfristig strebt Schuler eine Umsatzrendite vor Steuern von 5 % an. Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2005/06 war verhalten.

Von 1. Oktober 2005 bis 31. März 2006 erhielt Schuler Bestellungen im Wert von € 234,4 Mio. nach € 247,6 Mio. in der Vorjahresperiode. Grund für den Rückgang war die zunehmende Investitionszurückhaltung der Automobilindustrie, vor allem bei Großaufträgen für Presswerksausrüstungen. Der Umsatz des Konzerns verringerte sich um € 11,1 Mio. auf € 250,0 Mio. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug € 5,1 Mio. (Vorjahr € 5,1 Mio.), der Periodenfehlbetrag lag bei € 2,5 Mio. (Vorjahr Fehlbetrag € 1,6 Mio.). Das Ergebnis war durch eine unter den Erwartungen liegende Entwicklung in den Bereichen Großpressen- und Werkzeugbau geprägt.
"Das Ergebnis der ersten Halbjahres zeigt, dass wir unsere Ertragskraft stärken müssen. Das werden wir mit SPEED konsequent tun, um unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sicherzustellen", sagte Dr. Peter Zeller, Vorstandsvorsitzender der Schuler AG. Mit SPEED stellt sich Schuler auf den Wandel in seinen Märkten ein. Dieser ist gekennzeichnet durch eine verstärkte Kostenorientierung der Kunden, die zu einem zunehmenden Preiswettbewerb führt. SPEED ist auf zwei Jahre ausgelegt. Mit dem Programm verfolgt Schuler drei Stoßrichtungen:
1. Kostensenkung: Schuler strebt nachhaltige Kosteneinsparungen von über € 30 Mio. an. Einen Schwerpunkt bildet der Materialeinkauf. Darüber hinaus stehen die Personalkosten im Blickpunkt. Die entsprechenden Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern werden in Kürze beginnen.
2. Erschließung Zuliefermarkt: Schuler wird den immer wichtiger werdenden Markt der Automobilzulieferer noch intensiver und systematischer erschließen. Neben einem darauf ausgerichteten Vertrieb spielt der Ausbau des entsprechenden Produktprogramms eine zentrale Rolle. Dabei setzt Schuler auf die Entwicklung kostengünstiger Standardmodule.
3. Wachstum: Geschäftsfelder mit Wachstumsperspektiven wird Schuler gezielt ausbauen, zum Beispiel die Bereiche Service, Anlagenmodernisierung und Automatisierung. Auch die Expansion im Non-Automotive-Geschäft soll forciert werden.

Ausblick

Angesichts des zunehmend schwierigen Marktumfelds und der verstärkten Investitionszurückhaltung der Automobilindustrie wird die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2005/06 aus heutiger Sicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Die mit SPEED verbundenen Restrukturierungsaufwendungen werden 2005/06 voraussichtlich zu einem negativen EBIT führen. Mit der Umsetzung der geplanten Maßnahmen strebt Schuler mittelfristig eine Umsatzrendite vor Steuern von 5 % an.

Zwischenabschluss

Schuler hat den Zwischenabschluss zum 31. März 2006 erstmals nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt; auch die Vergleichswerte für das Vorjahr wurden nach IFRS ermittelt. Der komplette Bericht über das erste Halbjahr 2005/06 ist unter den Investor Relations Seiten dieser Homepage abrufbar.

Kennzahlen Schuler Konzern (IFRS) 1. Halbjahr 2005/06 1. Halbjahr 2004/05 Geschäftsjahr 2004/05
Umsatz € Mio. 250,0 261,1 561,6
Auftragseingang  € Mio. 234,4 247,6 547,7
Auftragsbestand
(Periodenende) € Mio.

362,0

378,0

377,6
EBITDA € Mio. 14,1 13,8 31,2
EBIT € Mio. 5,1 5,1 13,2
Periodenüberschuss /
-fehlbetrag € Mio.

-2,5

-1,6

0,4
Mitarbeiter* (Periodenende) 3.641 3.759 3.697
*inkl. Auszubildende

Über Schuler

Der Schuler Konzern ist Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik. Das Unternehmen liefert Anlagen, Maschinen, Werkzeuge und Know-how für die metallverarbeitende Industrie. Kundengruppen sind Automobilhersteller und -zulieferer, die Elektroindustrie, die Hausgeräteindustrie sowie Münzstätten. Im Geschäftsjahr 2004/05 erzielte Schuler mit 3.697 Mitarbeitern einen Umsatz von € 561,6 Mio.
Kontakt

Schuler AG ©2008