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18.09.2008

Volkswagen bestellt Laserschneidanlagen von Schuler

Großauftrag für Schuler Automation: Für den neuen Laserpark II setzt das VW-Werk Kassel auf MOBILAS-Laserschneidanlagen zur Bearbeitung von formgehärteten Karosserieteilen.

Ganz oben auf der Themenagenda der Automobilindustrie steht die Reduzierung von CO2. Bei der Senkung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß spielt der Karosserieleichtbau eine wichtige Rolle. Mithilfe von neuen Werkstoffen und Fertigungsverfahren können je 100 Kilogramm Gewichtsreduzierung ein Viertelliter Kraftstoff eingespart werden. Deshalb verwenden Automobilhersteller zunehmend formgehärtete Karosseriebauteile, weil sie einerseits ein geringeres Gewicht und andererseits eine höhere Festigkeit als konventionelle Stahlsorten aufweisen. Zusätzlich verbessern diese hochbelastbaren Bauteile die Sicherheit der Fahrzeuginsassen. Im Volkswagen-Werk Kassel verarbeitet man täglich rund 120 Tonnen Formhärtestahl für die Karosserien der Modelle: Passat, Tiguan, Eos, C-Coupé, Scirocco sowie Audi A4 und A5.
Für die kosteneffiziente Schneidbearbeitung dieser hochfesten Bauteile erhielt Schuler Automation von VW den Auftrag, die Laserschneidanlagen für den neuen Laserpark II, einen der größten Laserparks weltweit, zu liefern.

Verschleißfreie Bearbeitung per Laser

Die mechanische Bearbeitung von formgehärteten Blechen ist eine große Herausforderung: Wenn Werkzeuge aus gehärtetem Stahl auf höchstfeste Bauteile treffen, ist ein extremer Werkzeugverschleiß die Folge. Das Laserschneiden hingegen ermöglicht eine komplett verschleißfreie Bearbeitung – unabhängig von der Festigkeit des Werkstoffs. Für den wirtschaftlichen und flexiblen Beschnitt hochfester Karosserieteile entwickelt Schuler Automation Laserschneidanlagen, die für die individuellen Anforderungen der Autobauer maßgeschneidert sind.
Die Anlagen beruhen auf dem modularen Baukastensystem MOBILAS, das herstellerunabhängig mit der am besten geeigneten Laserstrahlquelle ausgerüstet wird. Die 3D-Bearbeitung ermöglicht auch bei komplizierten Blechformteilen wie zum Beispiel Tunnelbrücken eine hochpräzise und effiziente Fertigung. „Unsere Laseranlagen sind speziell für die 3D-Bearbeitung ausgelegt, weil sie auch bei extremer Maschinendynamik sehr hohe Schnittgenauigkeiten erreichen“, erläutert Klaus Meier, bei Schuler Automation unter anderem für den Vertrieb Lasertechnik verantwortlich. „Die Laserschneidanlagen von Schuler ermöglichen neben hochpräzisen, verschleißfreien Schnitten ein Höchstmaß an Flexibilität: Durch ihren modularen Aufbau ist es uns in der Planungsphase möglich, die Anlagen ideal an die gegebene Hallenstruktur und Logistik anzupassen. Während der Produktion kann der Kunde - auch bei komplexen Geometrien - mit geringem Aufwand Schnitte korrigieren oder Löcher hinzufügen bzw. entfallen lassen.“

Laseranlagen sind in bestehende Fertigungsabläufe integrierbar

Neben der hohen Kompetenz im Bereich Formhärten verfügt Schuler über langjährige Erfahrung im Sondermaschinenbau für die Lasermaterialbearbeitung. „Unser Leistungsspektrum reicht von der Konzeption über Prozessoptimierung bis hin zu weltweit abrufbaren Serviceleistungen“, beschreibt Klaus Meier. Und weiter: „Nach einer sorgfältigen Analyse der individuellen Fertigungsaufgaben beim Kunden erfolgt die Projektierung der Laseranlage. Zu jedem Zeitpunkt stehen wir im Dialog mit unseren Kunden, um eine optimale Funktion der Laserzellen sicherzustellen. Nur so können wir gewährleisten, dass sich die Laserzellen nahtlos in bestehende Fertigungsprozesse integrieren.“
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