05.08.2008
Neue Pressen optimieren internationalen Fertigungsverbund: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH setzen auf Schuler-Technik
Bei der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, Marktführer in Deutschland wie auch in Europa und weltweit drittgrößter Hausgerätehersteller, wurden fünf Pressen des Schuler Konzerns installiert. In einem Fertigungsverbund der Werke Traunreut, Bretten, Montanana (Spanien) und Cerkezköy (Türkei) fertigt die BSH unter anderem Herde und Kochfelder.
Der BSH-Fertigungsverbund wird vor allem von den Presswerken bestimmt, in denen viele tausend Tonnen Stahl verarbeitet werden. Herzstück der Presswerke sind die Umformpressen. Die neu beschafften als „Plattformpressen“ bezeichneten Anlagen sind für eine Produktion an allen Standorten geeignet und so flexibel, dass Werkzeuge problemlos ausgetauscht werden können. Zudem ist ein gemeinsames Ersatzteilmanagement möglich. Nach einer Ausschreibung an fünf internationale Pressenhersteller fiel die Entscheidung auf den Schuler Konzern.
Inzwischen wurden die Plattformpressen in vier BSH-Werken installiert. Es handelt sich jeweils um eine 800 Tonnen-Transferpresse (mit Exzenterantrieb) mit einer Bandanlage sowie einem Drei-Achs-Transfer.
Der Transfer zeichnet sich dadurch aus, dass die Greiferschienen-Wechselteile mit Schnellkupplungen verbunden sind, welche beim Werkzeugwechsel automatisch aus- und wiedereingekuppelt werden. Der Zustand der Kupplung wird mit Hilfe von Sensoren überwacht. Das Ankuppeln der Energie- und Informationsleitungen erfolgt ebenfalls automatisch, wodurch kurze Werkzeugwechselzeiten realisiert werden.
Im Juni 2007 wurde die fünfte, für die Fertigung von Herd- und Kochfeldteilen optimierte Presse für das Werk Traunreut bestellt.
Die Betriebsübergabe dieser Anlage ist im August 2008.
Mit dem Plattformpressenkonzept ist es der BSH jetzt möglich, mit Werkzeugen, die an einem Standort entwickelt und getestet wurden, auch an anderen Standorten zu produzieren. Bei schwankender Auslastung der einzelnen Werke oder bei Anlagenstillständen kann die Produktion flexibel von einer auf die andere Anlage verlagert werden.
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Tobias Apfel
Leiter Unternehmenskommunikation & Investor Relations
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