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02.07.2008

Innenhochdruckumformung: Flexibel, schnell und leistungsstark

Neue Kompaktanlagen des Schuler Konzerns überzeugen durch niedrige Investitions- und Betriebskosten und schnelle Verfügbarkeit

Überall dort, wo Hochleistungsmaschinen und -fahrzeuge entwickelt werden, steigt der Bedarf an komplex geformten Metallbauteilen, die extremen Anforderungen genügen und kostengünstig zu produzieren sind. Mit diesem Trend wächst im Automobil- und Maschinenbau sowie in der Luft- und Raumfahrtindustrie die Nachfrage nach Anlagen für die Innenhochdruckumformung (IHU), die auch als Hydroforming bekannt ist. Bei diesem Verfahren werden Rohre und Blechteile mit Hilfe von Flüssigkeit und einem Druck von bis zu 4.000 bar in nahezu alle erdenklichen Formen gebracht.

Schuler Hydroforming in Wilnsdorf, ein Tochterunternehmen des Schuler Konzerns, hat jetzt eine Kompaktanlage entwickelt, die ohne große Vorbereitung und lange Wartezeiten produktionsbereit ist. „Unser gebündeltes Know-how aus der Produktion und Entwicklung von großen Pressen und Fertigungsanlagen ist nun in eine kleinere, kompakte Maschine eingeflossen. Der Compact Hydroformer ermöglicht die Serienfertigung eines vielfältigen Bauteilespektrums in mittleren und großen Stückzahlen“, erklärt Thomas Schirmer, Leiter Projektierung bei Schuler Hydroforming. „Die kompakte Bauweise der Presse spart Platz; für ihre Aufstellung ist kein Fundament nötig. Zudem verringern sich Montage- und Inbetriebnahmezeiten“, so Thomas Schirmer weiter.

Hydroforming für viele Anwendungsgebiete

Zu den wichtigsten Anwendern der Hydroforming-Technik zählen Unternehmen aus der Automobilindustrie, die in hoher Stückzahl innenhochdruckgeformte Teile wie Krümmer- und Abgassysteme aber auch Achsteile fertigen. IHU-Bauteile sind bis zu ein Drittel leichter als traditionell tiefgezogene und verschweißte Blechteile. Bei deutlich geringerer Wanddicke sind sie aber ebenso steif und daher auch für den Leichtbau geeignet. Besonders im Hinblick auf die immer strengeren Abgaswerte können Fahrzeughersteller mit IHU-Teilen bei ihren Konstruktionen Gewicht sparen. Das senkt Spritverbrauch und damit den CO2-Ausstoß. Letzterer wird – auch durch bevorstehende gesetzliche Änderungen – zu einer zunehmend wichtigen Kennzahl im Automobilgeschäft.

Wachstum im Kleinteilesegment

Vor kurzem lieferte Schuler Hydroforming die ersten Compact Hydroformer aus. Einer der Kunden ist ein Zulieferer für Abgasteile. „Die zeitnahe Lieferung und die schnelle Installation ist ein wichtiges Argument, das unsere Kunden überzeugt“, so Thomas Schirmer. Der Compact Hydroformer passt sich gut an die unterschiedlichen Raumbedingungen an und lässt sich flureben in die bestehende Fertigung integrieren. Bei größeren Maschinen fallen dagegen schon vor dem Einbau Kosten für Fundament und Versorgung an. Dank des modularen Aufbaus der Anlage sind die Investitions- und Betriebskosten um bis zu 30 Prozent geringer. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Verfügbarkeit der Anlagen: Vom Zeitpunkt der Auftragserteilung war die Maschine etwa drei Monate früher als eine herkömmliche Lösung produktionsbereit.
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