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14.03.2008

Von Schuler-Servotechnologie überzeugt: Saxonia-Franke ordert zweite Presse mit Servodirektantrieb

Kurz nachdem Schuler Anfang 2007 seine neue Generation der Stanz- und Umformautomaten mit Servoantrieb präsentiert hatte, ging die erste Anlage in Betrieb. Als erster Kunde investierte das Unternehmen Saxonia-Franke in die neue Technik. Mit einer um bis zu 40 Prozent gesteigerten Ausbringungsleistung gegenüber konventionellen Exzenterpressen konnte Saxonia-Franke die Produktivität deutlich erhöhen. Von der Technik überzeugt hat Saxonia-Franke ein Jahr nach Inbetriebnahme der ersten Anlage die zweite Maschine bei Schuler bestellt.

Saxonia-Franke hat sich unter anderem auf die Entwicklung und Produktion komplexer Befestigungs- und Sicherungselemente für die Automobil-, Elektro- und Bauindustrie spezialisiert. Eine entscheidende Rolle für die wirtschaftliche Fertigung dieser komplexen Präzisions-Stanz-Biegeteile spielen die Umformanlagen. Je höher die Qualität der gefertigten Teile und je breiter das Teilespektrum ist, das mit einer Anlage hergestellt werden kann, umso schneller amortisieren sich die Investitionskosten. „Ein zentrales Kriterium bei der Beschaffung der ersten Anlage war neben der höheren Ausbringungsleistung die Flexibilität durch die frei programmierbare Stößelkinematik“, betont Wolfgang Faul, Fertigungsleiter von Saxonia-Franke, einen wesentlichen Vorteil der neuen Schuler-Servotechnik. „Im harten Praxiseinsatz hat sich gezeigt, dass die Technik hält, was sie verspricht. Angesichts unserer hohen Auslastung, der Leistung der Maschine und der schnellen Lieferfähigkeit von Schuler, fiel uns die Entscheidung leicht, in eine weitere Anlage gleichen Typs zu investieren.“

Neue Anlagen sind schnell verfügbar

Der zweite Stanz- und Umformautomat soll Anfang September 2008 bei Saxonia-Franke in Betrieb gehen. Ein wesentlicher Grund für die kurze Lieferzeit des Anlagentyps ist der modulare Aufbau aus Standardkomponenten sowie die auftragsunabhängige Auflage von verschiedenen Maschinentypen. Auch die von Saxonia-Franke bestellte Maschine wird aus einer auf Vorrat produzierten Basismaschine fertig gestellt. Hiermit steuert Schuler dem Trend von wachsenden Lieferzeiten aktiv entgegen. Das erfüllt den Bedarf der Kunden nach schnell verfügbaren, leistungsstarken und flexiblen Umformanlagen, wie Uwe Rosenauer, Vertriebsingenieur bei Schuler, erklärt: „Das entscheidende Stichwort für unsere Kunden ist Flexibilität. Jeden Tag müssen unterschiedliche Produkte auf der jeweiligen Anlage produziert werden können. Somit müssen unsere Kunden in der Lage sein, schnell und in hoher Stückzahl, qualitativ hochwertige Teile zu fertigen. Allerdings nimmt dabei der Anteil der über einen langen Zeitraum gefertigten Gleichteile immer stärker ab. Stattdessen prägen kurze Produktionszyklen mit vielen verschiedenen Teilen den Markt. Genau auf diese Anforderungen haben wir die neue Pressengeneration zugeschnitten.“

Pressen-Duo erhöht Flexibilität

Bei dem neuen Stanz- und Umformautomaten für Saxonia-Franke handelt es sich wie bei seinem Vorgänger um eine Anlage mit einer Presskraft von 400 Tonnen. Die Tischfläche beträgt 3,05 x 1,40 Meter. Die Presse ist mit einer Bandanlage und Schuler-Vorschubsystem ausgerüstet. Für die Umformung nutzt Saxonia-Franke fast ausschließlich selbst entwickelte und gebaute Folgeverbundwerkzeuge. Auch zur Verkürzung der Einarbeitungszeit trägt die Servotechnik mit Ihrer Tryout-Funktionalität bei. So ist es beispielsweise möglich, den Stößel mit einem Handrad gradweise oder kontinuierlich auf und ab zu bewegen und genau zu positionieren oder eine vorausgewählte Presskraft einzustellen. Die Stößelbewegung ist dabei in jedem Punkt umkehrbar. Mit der Quick-Lift-Funktion kann der Anwender den Stößel beim Einrichten bei Bedarf jederzeit zum oberen Totpunkt fahren. Durch die freie Programmierung der Bewegungskurven kann die Presse außerdem schnell für die Produktion unterschiedlicher Bauteile konfiguriert werden. Die individuellen Kurven werden in einer Werkzeugdatenbank abgelegt und sind bei einem Werkzeugwechsel schnell wieder verfügbar. Dadurch verkürzen sich Einricht-, Rüst- und Nebenzeiten. Dabei unterstützt den Anwender die Visualisierung der Anlage. Die komfortable Bedienung verkürzt den Weg vom Try-out bzw. der Einarbeitung bis zur Serienfertigung von Gutteilen deutlich.

Umfassendes Angebot für alle Einsatzzwecke

Die Pressentechnologie in Servoausführung steht mit Presskräften von 250 bis 3.200 Tonnen zur Verfügung. Ein umfassendes Paket an Service-Leistungen – von der Wartung und Instandhaltung über Finanzierungsmodelle bis hin zur Rücknahme oder Nachrüstung von Gebrauchtmaschinen – rundet das Angebot um die neue Pressenbaureihe ab.

Seit Einführung Anfang 2007 hat Schuler über 30 Servopressen an die Automobilzuliefer-, Hausgeräte-, Elektronik- und Möbelindustrie verkauft.
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